Nicht ganz (Ge-)dicht – eine abc.etüde (3 Begriffe in maximal 300 Wörtern)

engelhaftes Lächeln
lässt mich hecheln
Luft zufächeln
und doch schwächeln

Kann an Wut mich laben
wie die Knaben
Anteil haben
und vergraben

Die Idee ist grausig
Planung lausig
doch ich trau mich
und verhau dich

Damit du nicht mehr grinst
auf Rache sinnst
doch nicht gewinnst
weil du echt spinnst

Auf gehts in die neue abc.etüden-Saison! Nachdem ich im Sommerpausenintermezzo viel zu beschäftigt mit anderem Chaos war und nichts beigesteuert habe, außer einer Adventüde, die aber logischerweise erst im Advent erscheinen wird, steige ich nun wieder ins normale abc-etüden-Geschäft ein. Wobei – was ist an dieser Etüde normal? Nix 🙂 Ich finde sie auch echt schlecht, aber nunja, was will mensch machen, wenn so ein Quark einen einfach überkommt 🙂
Die aktuelle Schreibeinladung der lieben Christiane findet Ihr hier. Die darin ausgelobten und von Etüdenerfinder Ludwig Zeidler gespendeten Wörter lauten „Idee“, „engelhaft“ und „vergraben“. Meine Assoziationen dazu sprechen möglicherweise Bände, sind aber als rein fiktiv zu betrachten. Keine Ahnung, wer in diesem Text das Ich und das Du sind.

Ich versuche auch noch, eine sinnvolle Etüdenstory zu schreiben, versprochen 😉

 

17 Gedanken zu “Nicht ganz (Ge-)dicht – eine abc.etüde (3 Begriffe in maximal 300 Wörtern)

      1. Olpo Olponator sagt:

        Da hast du mir etwas voraus – ich kann fast nie Klamauk dichten und Gedichte schreiben nur dann, wenn ich verliebt bin … 😉 – die Standardgedichte der ‚Klassiker‘ halte ich zudem absolut nicht aus, weil die meisten unnatürlich schwülstig sind, so empfindet kein sensitiver Mensch, die sind ‚aufgesetzt‘ – und sooo weinerlich, daß ich stets Mitleid mit dem Schreiber habe und keine eigenen Gefühle zum Thema ob dessen großem Unglück aufkommen können … 😉

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      2. kommunikatz sagt:

        Ich habe gegen Gedichte sehr ähnliche Vorbehalte wie Du, stimmt. Auch deshalb dichte ich eigentlich sehr ungern, zumal ich weiß, dass manchmal auch die sorte von Gedichten dabei herauskommt, wegen der ich Gedichte eben nicht mag – wer eine Kostprobe will, gucke in meine Gedichte-Kategorie. Da ist nur altes Zeug drin, wenn ich heutzutage reime, reime ich Klamauk 🙂 Alles Andere verbiete ich mir.

        Gefällt 2 Personen

      3. Olpo Olponator sagt:

        Dann bist du nicht verloren … 😉 – das verstaubte Zeugs präsentieren auch heutzutage nur Menschen, die entweder die tatsächlichen Gefühle betagter Dichter extrahieren und auf ihr eigenes Empfinden übertragen können, oder sie für große Kunst halten wollen, weil sie selbst keinen eigenen Kunstbegriff ausgeprägt haben – ‚meine‘ Gedichte beginnen etwa bei Bachmann und wenn du Gedichte lesen möchtest, welche dich ev zum Weinen bringen, such auf der Seite von Ulrike Sokul ‚Vielleicht – Vielschwer‘ und weitere, ich hab sie selbst erst nach Hinweis entdeckt … Das Üble gilt natürlich für alle Disziplinen und deswegen funktioniert der Kunstbetrieb so gut. Was alle freut, die in der Pyramide hoch genug geklettert sind, daß sie ein angenehmes Leben führen können, finanziell oder/und auf der ‚Bühne‘ – viele davon werden mit der Zeit madig bzw wird ihre Kunstform dadurch bzw ihr Umgang damit und ihre ev vorhanden gewesene, ursprünglich neue Idee, engelhaft vergraben … 😉

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      4. Olpo Olponator sagt:

        Hihi … ich hab mir beim ersten Mal lesen schon gedacht, die Worte könnte man vielleicht in einem Stück hintereinander schreiben und es hat sich so ergeben, als ich heute nacht kommentierte 😉 … aber ich denke, Christiane wird sie nicht als eigenständige Etüde werten wollen und das ist auch ok für mich. Aber es ist die erste, die ich jemand anderem in ihren Blog geschrieben habe und das find‘ ich witzig 🙂 …

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    1. Olpo Olponator sagt:

      Frage: ein ‚logischer Zusammenhang‘ womit denn ? Mit der Vorgabe der Worte oder den Wörtern ?
      Zusatzfrage: Ist das ‚Immerhin‘ ein ‚hilflos‘-Immerhin oder ein hilfreiches ‚gut-find-ichs-nicht-aber-ich-schreib-halt-was-nettes‘-Immerhin ? Dein ‚ganz gut gelungen‘ finde ich, ehrlich gesagt, ein wenig überheblich, wenn man selbst nur Tageszeitungnotizen zu schreiben imstande ist – vom Sprachniveau aus betrachtet, meine ich.

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    1. kommunikatz sagt:

      Cool, Ziel erreicht, denn mehr als lustig sollte es nicht sein 🙂 Bin in letzter Zeit eigentlich eh am liebsten im lustigen Bereich unterwegs, wenns um Schreiben geht. Vielleicht kommt einfach noch eine Etüde über Robyn und Lena hauser. Das würde mit den Wörtern von Ludwig schon irgendwie hinhauen 🙂
      Prost und schönen Abend allerseits!

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