Dia(b)log: Sunshine Blogger Award – ein Sonnenstrahl in trüben Zeiten

Christiane von Irgendwas ist immer – ja, die tolle abc.etüden-Frau – wurde für den Sunshine Blogger Award nominiert. Sie selbst hat sich entschieden, das Schneeballsystem zu torpedieren und ihrerseits niemanden konkret zu nominieren. Das kenne ich, ging es mir doch damals beim Liebster Award genauso. Sie wirft aber dennoch fünf (statt elf) Fragen in den Raum und stellt es ihren Leser*innen frei, sich davon angesprochen zu fühlen. Ich habe mich angesprochen gefühlt und antworte gern – hat ja auch ein bisschen was von Dia(b)log. Ich schleppe das von Christiane geworfene Stöckchen also freudig schwanzwedelnd auf mein flauschig-gemütliches Blog und verbudele es dankbar zwischen all dem tiefschwarzen Plüsch, der hier rumfliegt 🙂

Hier erstmal die Regeln:
1. Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.
[X] done – im Rahmen der Möglichkeiten 😉
2. Beantworte die 11 an dich gestellten Fragen.
[X] done – ebenfalls im Rahmen der Möglichkeiten.
3. Nominiere 11 weitere Blogger für den Award und stelle ihnen ebenfalls 11 Fragen.
Nö, nominieren mag ich auch nicht, zumal Einige Derjenigen, die ich nominieren würde, schon von Alice nominiert wurden, die Christiane den Bal zugespielt hat. Ich halte es wie Christiane. Fragen kommen unten, wer mag, darf antworten.
4. Füge die Regeln und das Logo des Sunshine Blogger Award in deinem Beitrag ein.

Regeln sind hier, Logo siehe unten.

 

Und jetzt zu Christianes Fragen:

1/ Hast du in deinem Leben etwas gemacht, womit keiner gerechnet hat? (Magst du sagen, was?) Bist du zufrieden mit dem, was es dir gebracht hat?

Ja, ich habe im Jahr 2013 meine Ehe gesprengt, indem ich meinen damaligen Mann mit einem narzistischen Vollidioten betrogen habe. Zufrieden bin ich damit nicht, es ist mir ziemlich peinlich. Aber es hat mich damals und vor allem nach der Affäre sehr bestärkt und mich aus einer insgesamt unbefriedigenden Situation in ein selbstbestimmtes und freies Leben katapultiert. Das war gut.

2/ Schon klar, dass das einem ständigen Wandel unterliegt, aber was ist in deinem Leben gerade das beherrschende Thema (außer Corona *augenroll* – oder ist es das tatsächlich?)?

Corona ist eines der beherrschenden Themen, weil ich als chronisch kranke und immungeschwächte Person selbst zu einer Risikogruppe gehöre und als Geschäftsführerin eines selbstverwalteten Hauses, in dem viele Gruppen sich treffen und Veranstaltungen stattfinden, eine große Verantwortung für sehr viele Menschen trage. Das beherrschendere und schon länger dominante Thema ist aber meine angeschlagene Psyche und meine krisenhafte Beziehungssituation. Und nein, diesmal werde ich niemanden betrügen, diesmal will ich einfach nur so meine Freiheit zurück.

3/ „Essen ist die neue Religion“, hört man immer wieder. Wie stehst du dazu? Wie ernährst du dich? Bist du z. B. aus Überzeugung vegan, lebst du vegetarisch, kaufst und kochst du nur bio, regional, saisonal, schwörst du auf mediterrane Ernährung, machst du Low Carb, Kohlsuppendiät, 7 Wochen ohne (ich weiß, das ist was anderes), Weight Watchers, bist du eingeschränkt aufgrund von Unverträglichkeiten, lässt du liefern oder nimmst du dir am liebsten hier oder dort mal was mit, weil du eigentlich nie kochst oder, oder, oder – oder interessiert dich das alles so gar nicht und du verstehst nicht, was der Hype soll? Erzähl mal, das soll keine Ja-Nein-Frage sein.

Ich versuche nach Kräften, mich vegan bzw. freegan zu ernähren. das heißt, ich selber gebe mein Geld nur für vegane Lebensmittel aus. Wenn etwas aus dem Container gerettet oder an Foodsharing gespendet wurde, esse ich aber auch tierische Produkte – außer Fleisch, weil ich das einfach nicht mag. Hauptsache ist dann, dass nichts Essbares auf dem Müll landet. Bio oder regional/saisonal zu konsumieren, ist mir wichtig. Ansonsten bin ich pragmatisch und undogmatisch, eine Religion ist Essen für mich definitiv nicht. Es macht mir nichtmal sonderlich viel Spaß sondern ist eher ein notwendiges Übel.

4/ Bist du irgendwo ehrenamtlich engagiert? Patenschaft, Tafel, Tierschutz, Kirche, NABU, Arbeit mit Geflüchteten, was ganz anderes … magst du Erfahrungen teilen und/oder erzählen, warum gerade das?

Fuck, yeah… Ich schrieb ja schon, dass ich Geschäftsführerin eines gemeinnützigen Vereins bin. Das ist kein Ehrenamt, aber hat viel mit Ehrenamt zu tun. Ansonsten bin ich noch Vorstandsmitglied und Pressetante des Aachener Friedenspreis e.V., Mitglied im Aachener Hambisupport, bei Fossil Free Aachen und GIPS e.V., einem Verein, der Schulkinder und andere Menschen für die Belange von Menschen mit Behinderung sensibilisiert. Bis vor ein paar Jahren war ich (Vorstands-)Mitglied und Öffentlichkeitsreferentin bei Lichtblicke e.V., einem Verein zur Förderung des Assistenzhundewesens. Während meines Studiums war ich ehrenamtlich in gefühlt hunderten Gremien der studentischen Selbstverwaltung wie beispielsweise dem Studierendenparlament und seinen Ausschüssen, dem AStA und dem Frauenprojekt an den Aachener Hochschulen aktiv, achja, und natürlich auch in der Interessenvertretung behinderter und chronisch kranker Studierender. Bestimmt habe ich jetzt auch noch alles Mögliche vergessen. Es ist einfach zu viel.

5/ Morgens (wann) gibt es bei dir eher Kaffee (wie viel), Tee (welchen) oder etwas ganz anderes? Bist du eher eine Lerche, eine Eule oder ein Mischtyp (die gibt es auch, jawohl)?

Ich hebe mal die Hand für Mischtyp. Ich stehe nicht gerne früh auf und muss es zum Glück in der Regel auch nicht (normal ist bei mir 7:30 Uhr), aber wenn ich es mal muss, kann ich es auch recht gut. Abends gehe ich inzwischen relativ konsequent vor 23 Uhr ins Bett, um trotz meiner Durchschlafstörungen und meines viel zu frühen Aufwachens auf halbwegs genug Schlafstunden zu kommen. Morgens ist eine Tasse Kaffee super, aber ich bin auch mit meinem sonst über den ganzen Tag üblichen Kräuter- und Früchtetee happy. Kaffee trinke ich eigentlich nur, wenn mein Partner oder Dietmar, der gute Geist des Welthauses, mir welchen kocht 🙂

Und hier nun meine Fragen an alle, die sich ein bisschen nackig machen wollen:
1. Wie definierst du deine Grundeinstellung zum Leben? Bist du optimistisch, pessimistisch oder realistisch im Sinne von irgendwas dazwischen? Warum ist das so und wie äußert es sich?
2. Wen hast du lieber um dich, Tiere oder Menschen? Warum und welche?
3. Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich, Worthülse oder existenzielles Thema?
4. Wie gehst du mit der Klimakrise um? Erstens: Was tust du und wie hat sich dein Leben dadurch verändert? Und Zweitens: Was macht die Krise mit deiner psychischen Verfassung, bist du resilient und gleichgültig oder drehst du durch, weil alles kaputtgeht?
5. Was ist jetzt im Moment dein sehnlichster Wunsch? Ich meine jetzt nicht eine Tasse Kaffee oder einen Schokoriegel sondern eher sowas wie Weltfrieden.
6. Hast du Erfahrung mit illegalen Drogen? Bereuhst du es?
7. Was tut dir so richtig gut?

Ich habe mal sieben Fragen gemacht, weil 7 eine wunderschöne Primzahl ist 🙂 Hätte ich eine Lieblingszahl, wäre es die 7.

5 Gedanken zu “Dia(b)log: Sunshine Blogger Award – ein Sonnenstrahl in trüben Zeiten

  1. Christiane sagt:

    Liebe Lea, herzlichen Dank, dass du dich in einem so überreichlichen Umfang meiner Fragen angenommen hast – und ich staune über die Vielfältigkeit deiner Engagements, die gefühlt das „Normalmaß“ weit übersteigen. Hut ab!
    Deine Fragen wiederum finde ich sehr interessant – und wäre es nicht eine eiserne Regel, dass man sich nicht gegenseitig Stöckchen zuschmeißen darf, würde ich mich durchaus dranmachen, sie zu beantworten.
    Dir alles Liebe
    Christiane 😀

    Gefällt 1 Person

    1. kommunikatz sagt:

      Doch, bitte, liebe Christiane, beantworte meine Fragen! Jetzt haben wir
      schon so viele Regeln umdefiniert, dass es darauf auch nicht mehr ankommt 😉
      Und ja, wenn ich mich von außen betrachte, kommen mir meine Aktivitäten
      auch schon fast übertrieben unfokussiert vor 🙂

      Gefällt 1 Person

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