Vorsätze – eine Evaluierung

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich das Jahr 2018 mit Vorsätzen begonnen. Deshalb möchte ich nun, verbunden mit guten Wünschen an all meine Leser*innen, einen kleinen Rückblick wagen und die Fortschritte meiner Vorsätze einordnen.

Vorweg: Erstaunlicherweise habe ich 2018 all meine Ziele erreicht – und sogar noch viel mehr als das. Wer in den letzten Monaten mein Blog verfolgt hat, gewann vielleicht nicht immer diesen Eindruck, aber ich bin für mich persönlich hochzufrieden mit dem zuendegehenden Jahr. Den Blick weiten und die globalen Entwicklungen in den mir wichtigen Bereichen wie Friedens- und Klimapolitik betrachten möchte ich in diesem Text aber lieber nicht, sonst vergeht mir sofort wieder die Freude.

Was auf jeden Fall mit mehr als Bravour funktioniert hat, ist mein Plan, dieses Jahr in ein Haus mit Garten umzuziehen. Es ist nicht nur ein Haus mit Garten, es ist ein meganettes, meinem Elternhaus ähnliches und somit nostalgisch aufgeladenes, aber in einer viel angenehmeren Nachbarschaft gelegenes Haus mit einem traumhaften, wild romantischen und perfekt zum chillen (und kacken) geeigneten Garten mit alten Bäumen. Alles Wesentliche im Haus ist inzwischen fertig und richtig schön geworden. Klar, einige Baustellen gibt es noch immer und z.B. der noch nicht renovierte Eingangsbereich wird irgendwann ein bisschen peinlich werden, wenn wir den nicht bald attackieren, aber wohnen mit allen erwünschten Annehmlichkeiten ist längst möglich. Und das Beste ist, der Bonusvorsatz, in unserem neuen Haus ein Musikzimmer einzurichten, war auch von Erfolg gekrönt 🙂

Mein zweiter Vorsatz ist wegen der Umsetzung des ersten ein bisschen zu kurz gekommen, aber umgesetzt habe ich ihn dennoch in einer Form, mit der ich zufrieden bin: Ich habe im Laufe des Jahres immerhin 7 Kurzgeschichten geschrieben, die alle hier im Blog zu lesen sind. Hätte ich den Kopf nicht ständig voller Hauskram gehabt, wären es wohl auch mehr geworden. Ich hoffe sehr, dass es 2019 mehr werden, auch wenn der Hauskram dann unmittelbar von Welthauskram abgelöst wird und ich mich in Sachen Zeitmanagement erstmal neu sortieren muss.

Und da sind wir auch schon bei den irgendwie ewigen Vorsätzen, mit deren Erfolg niemand so recht rechnet. In den vergangenen Jahren hatte ich immer den Wunsch – als Plan kann ich es gar nicht bezeichnen – einen Job zu finden. Auch, als ich mich 2016 selbstständig machte, war mir klar, dass ich für ein sinnvolles Auskommen mehr Einkommen und am besten eine kalkulierbare Festanstellung bräuchte. Ich recherchierte allerdings keine Stellenanzeigen mehr und bewarb mich auch nirgends. Stattdessen versuchte ich lieber, meine Freiberuflichkeit mit etwas Akquise zu pushen, frei nach dem Versprecher-Motto eines guten Freundes: „Gegen Einnahmeausfälle helfen nur Ausnahmeeinfälle“. Ausgerechnet in diese Phase rauschten gleich zwei Jobangebote, also Ausnahmeeinfälle anderer Leute. Beide waren hochinteressant und ich stürzte mich einfach auf das Angebot, das als erstes spruchreif war. Ich kann also sagen, dass sogar mein lange in der Vergangenheit gefasster Vorsatz, eine Stelle zu finden, letztendlich Erfolg hatte.

Nach einem so turbulenten und für mich persönlich erfolgreichen Jahr 2018 bin ich sehr gespannt auf 2019. Wie ich schon in „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“ schrieb, habe ich noch nie so optimistisch und voller Vorfreude ein neues Jahr begrüßt. Hoffentlich habe ich nun nicht zu hohe Erwartungen, die automatisch enttäuscht werden. Sonst gehe ich immer ganz ohne Erwartungen an die Dinge heran und freue mich über jedes positive Detail, weil ich einfach mit gar nichts rechne und alles, was passiert, automatisch meine Erwartungen übertrifft. Aber vielleicht tut etwas Optimismus mir auch gut. Ich erwarte schließlich auch jetzt nicht viel und habe keinerlei konkrete Vorstellung davon, was in den nächsten Monaten auf mich zukommen wird. Insofern kann ich auch jetzt nicht enttäuscht werden. Alles, was der Optimismus mir bringt, ist ein von vornherein besseres Gefühl bei den Dingen, die ich tue. Das wird mir sicherlich nicht schaden 🙂

Ich wünsche Euch Allen einen solchen erwartungslosen Optimismus für das neue Jahr. Rechnet mit dem Schlimmsten, hofft das Beste und freut Euch über jedes noch so kleine positive Ereignis! Setzt Euch Ziele, aber setzt Euch nicht selbst unter Druck, denn damit wird aus jedem euphorischen Aufbruch gleich ein zwanghaftes, widerwilliges sich-und-Anderen-etwas-beweisen-müssen.

Mein Vorsatz für 2019 ist übrigens, meinen ökologischen Fußabdruck und meine für das Klima schädlichen Verhaltensweisen noch weiter einzudämmen. Ganz konkret möchte ich mich langsam in Richtung einer immer veganeren Ernährung bewegen, damit nicht nur kein Tier für mich sterben sondern auch keines die unsäglichen Bedingungen industrieller Massentierhaltung ertragen und durch Methan-Emissionen das Klima zerstören muss. Im Bereich Fleischkonsum stellen die Hunde meinen ohnehin minimalen Verbrauch weit in den Schatten, aber in Bezug auf Milchprodukte können wir alle hier wirklich noch viel an uns arbeiten.

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