Selbsterklärte Märtyrer: Protestaktion von RWE-Mitarbeitenden am Aachener Dom

Mitarbeitende der RWE AG nutzten am 01.11.2018 den Pontifikalamtsgottesdienst zu Allerheiligen für eine geschmack- und pietätlose Protestaktion. Unter dem Motto „Wir büßen für die Klimasünden der Welt“ nahmen mehrere Personen in RWE-Kluft am Gottesdienst teil und inszenierten sich anschließend vor dem Dom mit einem Pranger als Opfer, anstatt ihre eigene Instrumentalisierung durch einen Skrupellosen Konzern zu erkennen und anzuprangern. Ein breites Bündnis von Klimaschutzgruppen kritisiert diese Aktion scharf, federführend Fossil Free Aachen und die Aachener Supportstruktur für den Hambacher Wald.

An einem Tag, an dem Katholik*innen ihrer Heiligen und ihrer verstorbenen Ahnen gedenken, wo Familien Gräber aufsuchen und im grauen November eine Kerze für liebe entschwundene Seelen aufstellen; an einem Tag, der explizit als stiller Feiertag begangen wird, um Trauernden einen Moment der Stille und Aufmerksamkeit zu schenken, kommen orange gekleidete RWE-Mitarbeitende mit einem Pranger an den Aachener Dom. Sie klagen an, dass sie „für die Klimasünden der Welt büßen“ müssten. Büßen für etwas, das andere über ihre Köpfe hinweg entscheiden könnten.

Doch was könnten sie einbüßen? Einen sicheren Arbeitsplatz, den das Unternehmen ihnen vorgaukelte, das ihnen allzu lange die Illusion einer heilen Welt ohne Sorgen versprach? Oder könnten nicht auch sie die Lebensgrundlage auf einer Erde einbüßen, weil unsere heutige Art zu leben und zu wirtschaften – und vor allem: unsere Energie aus fossilen Rohstoffen wie Braunkohle zu gewinnen – die Zukunft der nachfolgenden Generationen gefährdet? Von den „Klimasünden der Welt“ hat RWE wahrlich einen beträchtlichen Anteil selbst begangen.

Wer entscheidet eigentlich, und wer trägt welche Verantwortung? Ein Energiekonzern mit Milliardengewinnen, der es versäumte seine Profitgier dem Wohl seiner Mitarbeitenden und dem Entschluss der Klimakonferenz unterzuordnen, lässt lieber die Situation eskalieren und fegt gleichermaßen über die Sorgen der Mitarbeitenden und den mehrheitlichen Wunsch der Menschen in diesem Land hinweg, in einer gesunden lebenswerten Welt zu leben. Die Politik schweigt sich entweder aus oder geht auf Kuschelkurs mit dem Energieriesen. Der Strukturwandel im Revier wird so verzögert, bis er nur noch durch einen Bruch bewältigt werden kann.

Und die Angst der Mitarbeitenden um ihre Sicherheit lässt sie nun nicht einmal mehr spüren, dass sie mit ihrer politischen Aktion die intimsten Gefühle der Menschen verletzen, die in der Kirche Trost für den Verlust ihrer Verstorbenen suchen.

Kommunikation ist wichtig, keine Frage. Es bleibt nur zu bedenken, ob dies an diesem Tag und an diesem Ort der angemessene Stil ist. Zudem stellt sich die Frage, wen die Kohlekumpel an den Pranger stellen sollten. Wäre das nicht eigentlich der richtige Platz für ihren Arbeitgeber, der sie für seine Profite einspannt, anstatt durch einen Strategiewechsel und die Abkehr von der Braunkohle nicht nur ihre sondern die Zukunft aller Menschen zu sichern?

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52 Gedanken zu “Selbsterklärte Märtyrer: Protestaktion von RWE-Mitarbeitenden am Aachener Dom

  1. Susanne sagt:

    Sehr bornierter und arroganter Artikel – und vor allem nicht objektiv. Über die Art und Weise der Demonstration kann man geteilter Meinung sein und sie jenseits des guten Geschmacks sehen – aber die Arroganz mit der die Ängste der Mitarbeiter behandelt werden ist nur empathielos – ganz schlechter Journalismus.

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    1. kommunikatz sagt:

      Liebe Susanne,

      ich habe vollstes Verständnis für die Ängste der Mitarbeitenden. Aber
      diese Ängste werden von RWE massiv geschürt, damit der Konzern seine
      eigenen Profitinteressen weitertreiben kann. Wo wäre denn das Problem,
      wenn RWE sagen würde „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wir müssen
      unser Geschäftsmodell ändern und von der Kohle weg, weil Deutschland
      sonst seine Klimaziele nicht schafft, das Klima sich verändert und Eure
      Kinder keinen bewohnbaren Planeten mehr haben werden. Also lasst uns
      alle zusammen den Kohleausstieg wuppen und uns auf Erneuerbare Energien
      umorientieren, dann verliert auch niemand seinen Job“. Stattdessen hält
      RWE an einem Brennstoff fest, von dem seit Jahrzehnten
      klar ist, dass wir besser von vornherein die Finger davon gelassen hätten. Und dann besitzt das Unternehmen auch noch die Dreistigkeit,
      seine Angestellten gegen ihre eigenen Interessen an einer lebenswerten
      Welt nur im Konzerninteresse gegen den Klimaschutz aufzuwiegeln.
      Wir müssen alle am gleichen Strang ziehen, denn wir haben nur einen
      Planeten. RWE handelt verantwortungslos, dafür können die Mitarbeitenden
      absolut nichts und das sollten sie auch nicht ausbaden müssen. Und sie sollten sich bei ihren Protestaktionen etwas mehr Gedanken machen, wie ihre Auftritte wirken. Denn dass die heutige Aktion ziemlich daneben war, egal wie berechtigt oder unberechtigt sie inhaltlich ist, wirst Du als Domradiomitarbeiterin kaum bestreiten können.
      viele Grüße

      Lea

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    2. J. Lamers sagt:

      Sehr geehrtee Frau Heuser,
      Ich habe Sie ja schon parallel per Mail gebeten mit mir in den Dialog zu treten.
      Ich tue dies frei von Angst und aus eigener Überzeugung!
      Augenscheinlich ist der Blog-Verfasser nicht im Dom zugegen gewesen, daher erlaube ich mir hier zu ergänzen was im Dom geschah. Ich würde es begrüßen, wenn Sie den Blog um diese fehlenden Informationen ergänzen könnten.
      Weiterhin rege ich mit einigen Szenarien unten zur sachlichen Diskussion an.

      Ich war am Donnerstag in Aachen im Pontifikalamt wurde durch einen Kollegen auf Ihren Ihren blog aufmerksam gemacht. Wir sind im Hochamt in RWE Kleidung erschienen, um dem Diözesanrat zu zeigen, dass wir mit der Art der Stellungnahme zu Hambach nicht einverstanden sind.

      Das wir in Arbeitskleidung erscheinen war vor dem Pontifikalamt bekannt, ein RWE Kollege hat in diesem Hochamt am Altar diakoniert. Mit Ausnahme der RWE-Kleidung haben wir wir uns völlig normal verhalten und am Gottediesnt teilgenommen. Der Bischof hat dies später ausdrücklich begrüßt und er hat das Thema Hambach /Energiewende in seine Predigt aufgenommen. Nach dem Gottesdienst haben wir außerhalb der Kirche den Dialog zu Passanten und Kirchgängern gesucht. Auch der Bischof kam dazu! Wir waren friedlich, leise offen für einen Dialog. Siehe dazu auch spätere Presse.
      Der Bischof forderte zum Dialog beider Parteien auf.
      Ich bin gerne dazu bereit.

      Wir können ja mal folgende Szenarien durchspielen und sachlich diskutieren:
      „Sofortige Abschaltung der Braunkohle“, was wären die folgen für das Klima, die Region, Europa und die Stromversorgung?
      Wollen Sie Steinkohlestrom aus Polen (Die Kraftwerke habe keine Rauchgasreinung auf deutschem Niveau), Braunkohlestrom aus Tschechien und Atomstrom aus Frankreich oder bald auch Belgien.

      Die CO2-Papiere landen wieder auf dem Markt und werden von unseren europäischen Nachbarn emmitiert.
      Oder wegen der regenerativen Energie:
      Was tun im Winter bei -15°C und z.B. zwei Wochen keinen Wind und sehr wenig Sonne.

      Wir brauchen eine Erfolgsmodell der Energiewende das sowohl Chinesen, Inder und Amerikaner oder auch die Oststaaten Überzeugt so das die uns kopieren wollen! Und zwar schnell.
      Zur Zeit treiben wir in Deutschland ideologisch und ohne Sachverstand in die totale Abhängigkeit und verfehlen das Ziel der Klimarettung spektakulär!
      Wir müssen Afrika überzeugen, dort helfen jetzt eine regenarive Energieversorgung aufzubauen!

      Es gibt doch einen Plan der Abschaltung, der wird nun sicher nochmals vorgezogen. Wir müssen die anderen Großen mitziehen, dass geht aber nur wenn wir einen Konsens hinbekommen.
      Mit freundlichen Grüßen
      J. Lamers

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      1. kommunikatz sagt:

        Lieber Herr Lamers,

        danke für Ihre konstruktive Zuschrift und die Ergänzungen zu dem, was während des Gottesdienstes geschah. Natürlich ist es gut und sinnvoll, so ein Thema auch in der Kirche zu behandeln, zumal es ja wirklich mit Sorgen und Ängsten gläubiger Menschen zu tun hat. Gegen diese Thematisierung und die Anwesenheit von RWE-Mitarbeitenden im Dom gibt es auch keinerlei Einwände. Vielleicht hätte der Auftritt nicht unbedingt in Arbeitskleidung stattfinden müssen, gerade an einem Feiertag wie Allerheiligen, wo es eher um privates, persönliches Gedenken und Besinnen geht, weniger um das öffentliche vor sich her tragen von Insignien eines Konzerns oder die offensive Meinungsäußerung. Aber sei’s drum, der Anlass für unsere Pressemitteilung war die Pranger-Aktion nach dem Gottesdienst, die vielleicht als Dialogangebot gemeint war, bei vielen Menschen aber deutlich anders ankam.
        Da die Pressemitteilung bereits an die Medien verschickt und aufgegriffen wurde, möchte ich im Nachhinein nichts ändern. Die einzige Änderung, die ich schon gestern vorgenommen habe, war eine Klarstellung der Quelle, die ich zuvor nur im Anschreiben an die Presse genannt hatte, so dass sie hier im Blog nicht auftauchte. Die Kommentare enthalten alle nötigen Informationen und ergänzen die Pressemitteilung sehr gut, wie ich finde.

        Nun zu Ihrem Szenario der sofortigen Abschaltung aller Braunkohlekraftwerke. Natürlich wäre das Weltklima dadurch nicht auf einen Streich gerettet, Deutschland hätte aber wieder reelle Chancen darauf, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Wenn die einzelnen Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, alle auf die Anderen schauen und sagen „Bäh, die tun ja auch zu wenig, da müssen wir uns dann auch nicht anstrengen“, wird sich nie etwas ändern. Alle müssen so viel tun, wie sie können, ohne sich auf der etwaigen Untätigkeit der Anderen auszuruhen. Eine Abschaltung der dreckigsten Kraftwerke wäre unter Gesichtspunkten der Stromversorgung unproblematisch. deutschland exportiert jede Menge Strom und müsste dann nur seine Exporte einschränken. Eine nach und nach folgende Abschaltung der übrigen Kraftwerke wäre ebenfalls ein Leichtes. Die Brückentechnologie, als die die Braunkohle angepriesen wird, kann sie aufgrund ihrer Trägheit gar nicht sein. Wenn wir die vorhandenen Gaskraftwerke im Fall von Dunkelflauten einsetzen würden, wäre dies die für mich einzig akzeptable Brückentechnologie. Gas ist zwar auch ein fossiler Brennstoff, aber die Emissionen schädlicher Stoffe für Mensch und Klima sind deutlich geringer und die Kraftwerke können wesentlich gezielter Lücken füllen als ein behäbiges Braunkohlekraftwerk.
        Natürlich benötigen wir auch eine massive Beschleunigung bei der Entwicklung von Speichertechnologien und einen Ausbau der dezentralen Stromerzeugung. Aber wenn all diese Faktoren zusammenkommen, behaupte ich auch weiterhin, dass ein beinahe sofortiger Kohleausstieg bzw. eine sofortige Einleitung des Kohleausstiegs möglich ist.

        Wenn wir all das vorantreiben und umsetzen, werden wir genau die Vorbildfunktion erreichen, die Sie sich wünschen, um andere Länder zu überzeugen, einen ähnlichen Weg weg von der Kohle- und Atomkraft zu gehen. Wir müssen dicke Bretter bohren, aber das müssen wir eben wirklich auch mal tun und nicht immer nur darüber lamentieren. Darunter muss und darf kein*e Mitarbeiterin von RWE leiden, gar keine Frage. Aber es gibt eben auch genug Belege dafür, dass das gar nicht der Fall wäre. Viele gehen eh bald in Rente, ein Wegfall ihrer Jobs tut ihnen also gar nicht weh. Der Rest hat genug mit dem Rückbau, der Renaturierung und dann in neuen Jobs mit den Regenerativen Energien zu tun – dort werden auch alle neu auf den Arbeitsmarkt kommenden jungen Leute dann Arbeit finden, wie ich schon schrieb.
        Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass das auch die RWE-Belegschaft ganz genau weiß. Trotzdem lassen Viele sich in Angst und Schrecken versetzen, aufstacheln und vor den Karren eines zum Tode verurteilten Energieträgers spannen. Geht es vielleicht am Ende nur darum, sich als Opfer zu stilisieren, um möglichst hohe Abfindungen und Entschädigungen zu kassieren?
        Bitte lassen Sie uns im Dialog bleiben, das gilt auch für alle anderen Kommentator*innen hier. Wir müssen verhindern, dass Fronten sich immer weiter verhärten und alle nur noch verbal aufeinander eindreschen. Davon hat niemand etwas, vor allem nicht das Klima.

        herzliche Grüße

        Lea Heuser

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      2. Jochen Lamers sagt:

        Sehr geehrte Frau Heuser
        Auch Ihnen ein ehrliches Danke für die umfassende Antwort auf meinen Kommentar.
        Ich begrüße außerordentlich, dass Sie meine Kommentar so hier übernommen haben, damit ist meines Erachtens zumindest das was in der Kirche geschah erwähnt.
        Zu den Szenarien werde ich hier hier nicht so weit ausholen, aber ein wie ich finde Schlüssel zum Erfolg der Energiwende ist noch unerwähnt und das ist die Bezahlbarkeit des Stromes, nur wenn es uns gelingt den Strom bezahlbar herzustellen bleibt die Energieintensive Industrie hier.
        Wandert diese ab leidet das Image der deutschen Energiewende, die Arbeitsplätze gehen verloren und die Produktion im Ausland ist in den seltensten Fällen CO2 neutral möglich, Stand heute nur mit Atomstrom oder Geothermie zB in Island. Also verliert Deutschland und das Klima.
        GasKraftwerke sind schon heute vergleichsweise teuer und wir sind auf die Oststaaten angewiesen, (zB Putin und Erdogan) sind wir erst Abhängig werden die Preise sicher noch höher gehen, außerdem investieren wir jetzt Mrd in Foßile Gastechnik die in 15 Jahren wieder verworfen wird da „dreckig“. Dann lieber gleich in nachhaltige Lösungen investieren. Außerdem bleiben bei allen Betrachtungen die CH4 Mengen unberücksichtigt die durch Gewinnung und Transport von Erdgas frei werden und in die Atmosphäre gelangen (Methan=Erdgas) 1 Tonne Erdgas die frei wird hat eine 25 Fach höhere Wirkung auf die Erderwärmung als 1 Tonne CO2. Auch die Gewinnung der Steinkohle sowie der Transport um die halbe Welt bleiben bei der CO2 Emission bisher unberücksichtigt. Und dann sind weder Arbeitbedingungen oder Umweltschutz im Ausland betrachtet. Ist das eine ehrliche Rechnung/Vergleich?
        Nur Energieversorgung alleine reicht nicht, die Braunkohle Hat seit 2015 etwa 20% und wird bis 2030 Plan heute (also vor Kommission) bis 50% CO2 reduzieren und es wird kontinuierlich mehr eingespart. Das hat bisher nur die Energiewirtschaft Beigetragen.

        Außerdem sind die Anlagen heute alle leittechnisch modernisiert und hochflexibel, Träge war gestern.

        Viele übersehen bei den Regenrativen das installierte Leistung nich = eingespeiste Leistung ist. Spätestens 2023 sind wir in Zentralerop ohne Strom-Überschüsse unterwegs. Da braucht es im Winter Reservekapazität!

        Ich will nicht von Kohle ablenken, kohle Öl Gas für Strom sind nur etw 13% der Gesamtenergie in Deutschland, Strom macht in Summe etwa 20% der Energieversorgung aus. DH es müssen alle Hebel bewegt werden um was zu erreichen!
        Thema Mobilität zb durch kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr, Höhere Besteuerung von Spritschleudern, Tempolimit auf unseren Autobahnen. Anreize für Hausbesitzer zur Steigerung der Energieeffizienz der Immobilien! Etc.
        Weltweit tragen wir (RWE und Deutschland) an CO 2 so wenig bei, das wir nur mit Erfolg bei der Energiewende und europäischen Lösungen dem Weltklima helfen werden! Deutschland ist Quasi das Hambach der Welt – Ein Symbol –
        J. Lamers

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  2. Ludwig Sedin sagt:

    Den Artikel als Journalismus zu bezeichnen ist in meinen Augen nicht korrekt. Er stellt lediglich den Versuch dar diese tolle Aktion in den Schmutz zu ziehen. Ich selbst war vor Ort und konnte endlich eine sachliche Diskussion mit den Betroffenen führen. Die Mitarbeiter suchten den Dialog mit Interessierten und verstecken sich nicht hinter Sturmhauben. Der Autor Walter Schumacher war der einzige der aggressiv auftrat.

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    1. kommunikatz sagt:

      Lieber Ludwig,
      ich konnte leider nicht vor Ort sein, hätte sonst aber ganz sicher gern ein Dialogangebot angenommen und den RWE-Leuten genau das gesagt, was ich Susanne geschrieben habe: Sie lassen sich von ihrem Arbeitgeber instrumentalisieren und handeln deshalb gegen ihre eigenen Interessen. RWE hat sie in der Hand: Das Unternehmen besticht förmlich seine Mitarbeitenden, an solchen Protesten teilzunehmen. Als die Kohlekommission in Bergheim tagte, bekamen die RWE-Mitarbeitenden frei und wurden sogar auf Konzernkosten zur Demo gefahren.
      Die Kohlekumpel bangen nur deshalb um ihre Jobs, weil RWE seit Jahren die Zeichen der Zeit verschläft. Außerdem stehen gar nicht so viele Jobs auf der Kippe, weil 2/3 der RWE-Belegschaft eh quasi zeitgleich mit dem Kohleausstieg in Rente gehen. Und neue Arbeitsplätze gibt es im Bereich regenerativer Energien en Masse, da entsteht ein wahrer Jobmotor. Aber das sagt RWE seinen Angestellten natürlich nicht, denn sie sollen ja für die schmutzige Braunkohle kämpfen, was ein Mensch wirklich nur aus ernsthaft großer Angst heraus tun kann.
      viele Grüße
      Lea

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      1. Jochen Lamers sagt:

        @ English
        Wir Greifen doch alle auf die selben Quellen zurück, ihre Quellen-Liste ist mir bekannt, Ende Gelände!

        Die Frage ist doch wie schnell ist ein Ausstieg möglich der als Vorbild dienen kann!
        Ich erwarte das von der Komission eine Vorgabe erarbeitet wird die dann gilt.
        Nach heutiger Planung erreichen wir im Bereich Energie die Vorgaben aus Dem Pariser Abkommen für 2030! -61% zu 1990!

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    2. All English Matters sagt:

      „Ich selbst war vor Ort und konnte endlich eine sachliche Diskussion mit den Betroffenen führen.“ Wo denn?
      Haben Sie mit den Opfern des Klimachaos gesprochen, die aus ihren eigenen Häusern verhungert sind oder unter extremen Überschwemmungen gelitten haben? Natürlich nicht. Sie haben einige Leute getroffen, RWE-Mitarbeiter, die für ein Unternehmen arbeiten, das überhaupt für das Chaos verantwortlich ist! Und alles, was Sie sagen können, ist, dass Sie denken, dass der Journalismus nicht korrekt war.

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      1. Jochen Lamers sagt:

        Nun mal Fakten
        Deutschland emigriert aufgerundet ca 2,5 % der Treibhausgas der Welt, davon etw 20 bis 30% durch Stromerzeugung. Fossile haben einen Anteil von ca 13%, die Braunkohle in Deutschland liegt damit unter 0,5 % der Weltemmissionen. Sie hauen auf den falschen drauf! Wir können das Klima retten in dem wir zeigen wie es besser geht! Und die Großen und folgen!
        deutschland ist nur ein Symbol- wie Hambach-

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      2. All English Matters sagt:

        Meine Quellen:
        Bayerischer Landtag (2015): Drucksache 17/7078
        BUND (2017): Klimaschutz jetzt! Die zentralen Aufgaben für die nächste Bundesregierung.
        Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen (2017): Kurzanalyse der nationalen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2016
        BWK (2009): CO2-Emissionen der Stromerzeugung. Ein ganzheitlicher Vergleich verschiedener Techniken
        Forum Sozial-Ökologische Marktwirtschaft (2015): Entwicklung von Stein- und Braunkohlekapazitäten im deutschen Kraftwerkspark
        Fraunhofer Institut System- und Innovationsforschung (2006): Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern
        Heinrich-Böll-Stiftung/BUND (2015): Kohleatlas 2015
        Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (2016): Importabhängigkeit und Energiewende – ein neues Risikofeld der Versorgungssicherheit?
        Öko-Institut Prognos (2017): Zukunft Stromsystem: Kohleausstieg 2035 – vom Ziel her denken.
        Persepective Daily (10.8.2017): Interview mit Peter Altmaier: https://perspective-daily.de/article/318/YjkiPNMN
        Politische Ökologie 2017: Kursbuch Kohleausstieg – Szenarien für den Strukturwandel
        Umweltbundesamt (2004): Hintergrundpapier zum Gutachten: „Braunkohle – ein subventionsfreier Energieträger?“
        Umweltbundesamt (2015): Daten und Fakten zu Braun- und Steinkohlen. Status quo und Perspektiven
        Umweltinstitut München e.V., u.a (2017): Kohleausstieg 2020 – Technisch machbar und klimapolitisch notwendig.
        Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie (2004): Braunkohle – ein subventionsfreier Energieträger?

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      3. All English Matters sagt:

        Herr Lamers,
        die Verstromung von Braunkohle ist die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung, bei der unter allen fossilen Energieträgern das meiste CO2 ausgestoßen wird. Die Verstromung ist dabei besonders ineffizient, weil der Wirkungsgrad von Braunkohle sehr gering ist: Nur ca. 36 Prozent der eingesetzten Energie kann in Strom umgewandelt werden.
        Circa 80 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen im Stromsektor entfallen auf die Braun-und Steinkohle, obwohl die Kohleverstromung nur 45 Prozent der elektrischen Energie erzeugt.
        Das Rheinische Revier ist sogar die größte CO2-Quelle Europas. Deutschland verbrennt so viel Braunkohle wie kein anderes Land und steht auf Platz 6 der Länder, die die meisten Treibhaus-gasemissionen verursachen. Somit ist es in Deutschland vor allem die Braunkohle, die den Klima-wandel mit anheizt.
        Die Nutzung der Braunkohle gefährdet zudem den Ausbau der Erneuerbaren Energien, da die Braunkohlekraftwerke nicht flexibel eruntergefahren werden können, also dauerhaft laufen und damit die Stromnetze verstopfen.
        Quelle: https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2016/03/Faktencheck-Braunkohle_web.pdf

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      4. Jochen Lamers sagt:

        Platz 6 ist richtig, 2,4 % der Welt aber auch!
        Es wird immer so dargestellt das wir in Deutschland das Klima retten wenn wir die Braunkohle sofort abschalten.
        Ich halte es aber für Fatal nun sofort emotional und ideologisch weniger als 0,5 % CO2 zu sparen und wirtschaftlich alles an die Wand zu fahren , die Emmissionen werden dann in die Nachbarländer verlagert und unsere „German Energy Revolution“ ist in aller Welt das Beispiel wie es nicht geht und gescheitert! Also kein role Model mehr.

        Zu den Netzen: es gibt eine merit order danach hat Wind Wasser und Solar-Strom vorang. Der Begriff Verstopfung ist nicht nur populistisch sondern auch falsch!
        Physik: Der Strom muss in der Sekunde verbraucht werden in der er produziert wird, da sind zugegeben die Netze ein Problem.
        Bitte bedienen Sie sich doch mal neutraler Quellen zum Thema Energieversorgung und Netze! Z.B. Agora Energiewnde, IFO Institut Frauenhofer
        Ich setze mich hier für eine ehrlich Diskussion unter Berücksichtigung der Fakten ein. Auch ich verfolge das Ziel eine lebenswerte Welt zu erhalten! Und ja die Braunkohle geht zu Ende! Aber bitte mit Sinn und Verstand!
        Übrigens liegt der Wirkungsgrad der neueren Anlagen (die noch länger laufen sollen) über 43%, was für ein Dampfkraftwerk aufgrund der Physik extrem gut ist

        Ich akzeptiere das nicht jeder meiner Ansicht folgen wird.
        Ich halte mich an das Geltende Recht und bemühe mich um einen respektvollen Umgang im Dialog.
        Ohne Populismus!
        Es ist schlicht unfug zu behaupten das was verstopft wird!
        Ich erwarte von meinem Diskussionspartner das er sauber recherchiert und argumentiert.

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      5. All English Matters sagt:

        Übrigens Herr Lamers,
        wenn Sie ernsthaft am Dialog interessiert sind, stützen Sie Ihre Argumente bitte auf Fakten, vorzugsweise mit Referenzen. Wenn ich Ihnen sagen würde, dass Propan kein gefährliches, explosives Gas ist, weil es im Moment nur zu 4% in der Raumluft vorhanden ist, würden Sie mir glauben? Ich hoffe, Sie würden die Literatur lesen, bevor Sie sich die Zigarette anzünden.
        Ähnlich wie beim Klima kann man die Bedeutung der CO2-Emissionen, insbesondere bei der Verbrennung von Braunkohle, nicht herunterspielen und erwarten, ernst genommen zu werden.
        Es wäre zu spät, wenn Sie mit Ihren Haaren und verbrannten Kleidern da stehen, um zuzugeben, dass Sie falsch lagen.

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      6. Jochen Lamers sagt:

        Ja ich bin an einem ernsthaften Dialog interessiert!
        Ich spiele aus meiner Sicht nichts herunter. Ich Verweise auf Tatsachen. Ich bin überzeugt das der sofortige oder zu schnelle Ausstieg dem Klimaschutz nicht dient!
        Ich bemühe mich immer belastbare Quellen/Informationen zu verwenden.

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      7. kommunikatz sagt:

        Hallo Herr Lamers,
        dass ein Kohleausstieg von heute auf morgen nicht möglich ist, ist
        unstrittig, denke ich. Aber einen Ausstieg so schnell wie möglich
        voranzutreiben, ist aus allen genannten Gründen unerlässlich – irgendwer
        muss anfangen, Emissionen zu reduzieren, wir können uns nicht darauf
        ausruhen, dass Andere damit nicht aus den Füßen kommen. Selbst, wenn
        unser Anteil nur so verschwindend gering wäre, wie Sie es darstellen,
        müssten wir alles tun, was wir tun können. Insofern sehe ich nicht, wo
        wir überhaupt einen Dissens haben Falls wir den doch haben und Sie nur
        so argumentieren, um die Braunkohleverstromung länger als nötig und
        länger als für das Klima vertretbar am Leben zu halten, wirkt das nicht
        wie ein ernstgemeinter Dialog.
        viele Grüße
        Lea Heuser

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      8. All English Matters sagt:

        Lieber Herr Lamers,
        vielleicht sind Sie überzeugt, aber auf welcher Basis? Wenn Sie Verweise auf Ihre Ansprüche angeben, könnte ich mit Ihnen diskutieren.
        Tatsache ist, dass Deutschland ohne einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle die Ziele für 2020, die es sich nach dem Pariser Abkommen gesetzt hat, nicht erreichen wird.

        https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/pariser-abkommen/

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  3. Klaus sagt:

    Die Ängste der RWE Mitarbeiter werden nicht von RWE geschürt, sondern von der Politik und ausgerichteten Medien wie diesen hier. Das was hier berichtet wird ist ja schon fast Hetze und gibt nicht wieder, was als Information als Nachricht gebracht werden müsste. Wie erbärmlich ist es, wenn sog. Journalisten dem Mainstream hinterherhächeln und ihre vermeintliche Meinung zum Inhalt von Nachrichten machen? Schämt Euch…

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Klaus,
      die Politik stützt und schützt RWE, insofern schüren entsprechende Politiker*innen die Ängste mit, soweit richtig. Aber ich glaube, hier liegt ein Missverständnis in Bezug auf meine Rolle vor. Das hier ist eine Pressemitteilung und kein Artikel. Ich vertrete hier (m)eine klare Position und bin nicht zur Neutralität verpflichtet, an die sich im Übrigen auch Journalist*innen, die für Zeitungen schreiben, nicht immer halten. Dass ich in irgendeiner Weise dem Mainstream hinterherhecheln würde, habe ich so noch nicht bemerkt und schämen tu ich mich auch nicht 🙂
      schönen Gruß
      Lea

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  4. Friedrich Mirner sagt:

    Meiner Meinung nach gehört eine politische Auseinandersetzung nicht in einen Gottesdienst nicht davor und nicht danach. Die Rechtfertigung, die Betroffenen haben Angst um ihren Arbeitsplatz rechtfertigt das nicht. Es ist eine stillose Entgleisung in einer Reihe stillosen Entgleisungen zum Thema Kohleausstieg wegen drohender Klimakatastrophe, jeden Tag im TV ohne einen Zusammenhang zur Arbeitssituation für RWE Mitarbeiter. Es zeigt eins ums andere Mal, mit welcher Hilflosigkeit RWE Menschen manipuliert und dann in solche schrägen Situationen bringt. Einfach nur peinlich.

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Friedrich,
      in Sachen stilloser Entgleisungen tun sich die aufgehetzten RWE-Mitabeitenden und IGBCE-Gewerkschafter*innen ja leider immer wieder unrühmlich hervor, ob nun mit unpassenden Protestformen an stillen Feiertagen, mit übergriffigen Demos vor Privathäusern oder mit persönlichen und allgemeinen Diffamierungen von Klimaschützer*innen. Es ist einfach schade, dass es nicht zu einem Dialog und Schulterschluss kommt, denn die lebenswerte Welt brauchen RWE-Beschäftigte genauso wie Umweltaktivist*innen und gegen sichere Jobs und Existenzen hat auch ganz bestimmt niemand etwas einzuwenden, wenn die verrichtete Arbeit eben nicht die Bewohnbarkeit unseres Planeten gefährdet.
      Nochmal für alle zum Mitschreiben: Kein*e einzige*r Braunkohlegegner*in in meinem recht großen Umfeld hat persönlich etwas gegen die Menschen, die für RWE arbeiten. Es geht um den Konzern, sein ewig gestriges und skrupellos zerstörerisches Geschäftsmodell. Ob mensch sich als Angestellte*r dieses Konzerns so sehr damit identifizieren muss, dass mensch sich persönlich von den Klimaprotesten angegriffen fühlt, halte ich da für sehr fraglich.
      schöne Grüße
      Lea

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  5. Karla sagt:

    Aufgehetzte RWE Mitarbeiter habe ich gestern nicht getroffen, eher sehe ich in dieser Diskussion einen Versuch Hetze zu betreiben. Wenn die politische Diskussion in der Kirche nichts verloren hat dann verstehe ich nicht die verbale Entgleisung des Katholikenrat in dieser Thematik. War es vielleicht diese die die RWE Mitarbeiter bewog dem Gottesdienst beizuwohnen? Wenn der Protest so pietätlos war wie hier geschildert warum griff der Bischof dieses Thema in seiner sehr guten Predigt auf und sprach im Anschluss der Messe mit den Teilnehmern? Oder waren Sie etwa gar nicht anwesend? Womit wir wieder bei meiner ersten Einschätzung angekommen sind, arm aber wer sich nach solchen Kommentaren besser fühlt…

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Karla,
      dass ich selbst leider nicht vor Ort sein konnte, schrieb ich bereits. Ich stehe allerdings im Kontakt mit Leuten, die durchaus dort waren. Dass innerhalb des Gottesdienstes die Thematik aufgegriffen wurde, finde ich gut, dagegen habe ich nie etwas gesagt. Mir bzw. der Gruppe Fossil Free Aachen, den Aachener Supportstrukturen für den Hambacher Wald und den Einzelpersonen, in deren Namen ich die Pressemitteilung herausgegeben habe, geht es, wie geschrieben, um die Aktion vor dem Dom im Anschluss an den Gottesdienst. Diese kam Videos und anwesenden Menschen zufolge durchaus aggressiv und unpassend rüber und stellt für mich nach wie vor eine Entgleisung und den Missbrauch eines Feiertags dar.
      viele Grüße
      Lea

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  6. Fabian Wieschollek sagt:

    „Kommunikation ist wichtig, keine Frage.“ Und, habt ihr dann auch mit den RWE-Mitarbeitern geredet oder blieb es beim Beobachten und Schreiben dieses Blogeintrages, welcher in dieser Form wohl weniger dazu beitragen wird, den Konflikt zu entspannend aufgrund des doch recht vorwurfsvollen Stils.

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    1. kommunikatz sagt:

      Lieber Fabian,
      wie ich nun schon mehrfach schrieb, konnte ich selbst leider nicht vor Ort sein und deshalb auch nicht mit den Leuten reden. Ich hätte es allerdings sehr gern getan und tue es auch bei anderen Gelegenheiten. Den Vorwurf erheben wir, also die Verfasser*innen und Unterstützer*innen der Pressemitteilung, gegen die konkrete Pranger-Aktion vor dem Dom und gegen das offensive Auftreten der Personen in RWE-Kleidung während des Gottesdienstes.
      Die Ängste und Sorgen der Leute sind nachvollziehbar, aber sie sind eben völlig übersteigert, weil den Leuten wider besseres Wissen eingeredet wird, ihre Arbeitsplätze seien in Gefahr. Solange die Leute auf diesen Schmu hereinfallen und sich von RWE einseifen lassen, sind sie meine argumentativen Gegner*innen, aber einen Vorwurf mache ich ihnen ausdrücklich nur, wenn ihre Protestformen Grenzen überschreiten. Das war hier der Fall. Meinungsäußerung ist wichtig und selbstverständlich erlaubt, nur die Art und weise, wie mensch das tut, will wohlüberlegt sein, und wenn Menschen eine Meinung äußern, die eindeutig von Fakten widerlegt ist, müssen sie eben auch mit entsprechendem inhaltlichem Gegenwind rechnen.
      schöne Grüße
      Lea

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  7. Karla sagt:

    Weitere Kommentare zwecklos, Diskussion über Sachargumente anscheinend nicht gewünscht. Verweise auf den heutigen Artikel in den Aachener Nachrichten und das Zurückrudern von HR. Döschner in dieser Sache. Dies hier ist anscheinend ein Treffpunkt für Ideologen für die physikalische Gesetze nicht gelten. Gut zu wissen dass dies die Minderheit in der Gesellschaft darstellt.

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Karla,
      huch, auf welches Sachargument bin ich denn nicht eingegangen? Ich gebe
      mir eigentlich immer Mühe, vernünftige und wertschätzende Debatten zu
      führen. Bitte kläre mich auf, wo ich das hier nicht getan habe.
      viele Grüße
      Lea

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  8. Friedrich Mirner sagt:

    Sehr geehrte Karla,
    die Sache mit der Minderheit ist nicht richtig. Wir alle sind vom Klimawandel betroffen. Dem Klima ist egal, wie wir darüber denken. Auch wenn sie das nicht erkennen, dann bleibt es leider eine Tatsache. Fr. Prof. Kempfert erklärt sehr gut die Möglichkeiten des Kohleausstiegs. Ihre Bücher kann ich empfehlen.

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  9. Jochen Lamers sagt:

    @English
    Es ist doch klar das wir liefern, das ist doch der Grund warum ich hier diskutiere! Die Energie in Deutschland reduziert massiv , es gibt gesetzliche Vorgaben (Quellen) z.B.
    Es steht fest was abgeschaltet wird. EnEG $13 und es ist klar das Inden mit Kraftwerk
    Weiseiler spätestens 2030 ganz raus ist.
    Nun kommen noch Vorgaben der Kommission!
    Stand heute bin Ich überzeugt das wir das bis 2030 schaffen !
    Dazu bekennen sich auch die Gewerkschaften.
    So viel steuert sonst keine andere Quelle bei.
    Gruß

    Gefällt 1 Person

    1. All English Matters sagt:

      Wenn man bedenkt, dass Weisweiler eines der umweltschädlichsten Kraftwerke Europas ist und dass es im Jahr 2030 seine ursprünglich geplante Stilllegung erreicht haben wird, dann hat man nichts angeboten.
      Wenn bis 2030 ALLE Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden sollen und WENN Deutschland seine Pariser Ziele 2020 & 2030 erreichen will, müssen Weisweiler und die anderen umweltschädlichsten Kraftwerke in NRW (Bergheim-Niederaußen, Frimmersdorf & Neurath) fast sofort abgeschaltet werden.
      Die neuesten (und effizienteren) werden dann spätestens 2030 geschlossen. Was die Pläne von RWE für BoAPlus betrifft, so darf das niemals gebaut werden. Die Kohlekommision wird diesem Szenario höchstwahrscheinlich zustimmen. Die Frage, die sich RWE und seine Mitarbeiter stellen, ist, wie viel Geld sie mit diesem Kompromiss verdienen können.

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  10. Jochen Lamers sagt:

    English
    Vorab: Was meinen Sie mit fast sofort?
    Das eine BoAPlus gebaut wird bezweifle ich auch. Was die Kommission entscheiden wird, werden wir sehen. Wir halten uns an die demokratische Vereinbahrungen und übrigens auch an das geltende Gesetz. Ich will hier versachlichen und fordere den Dialog. Der Aufräufle zu Gestzesverstößen ist aus meiner Sicht der falsche Weg!

    Zum Thema umweltschädlichstes Kraftwerk, ich bin für eine Gesamtbetrachtung des Systems.
    Deutsche Kraftwerke haben den höchsten Stand der Rauchgasreinigung, sonstigen Entsorgungssstandrds und die Anlagen werden permanent online Überwacht. Das System ist für jeden transparent. Das sieht in manchen Nachbarländern anders aus.

    Bei den alternativen Kraftwerken muss auch die gesamte Kette von der Rohstoffquelle bis zur Emission berücksichtigt werden. Dabei sollten auch der Transportweg sowie die Umwelt- und Arbeitsbedingungen unter denen die Rohstoffe gewonnen werden betrachtet werden, z.B. Steinkohle aus Südafrika und Columbien, Erdgas aus Fracking, Offshore, Türkei etc. All das wird hier gefühlt ausgeblendet.

    Vor diesem Hintergrund frage ich Sie, welche Anlagen sollen denn – fast sofort – die hier in Rede stehenden Braunkohle-Kraftwerksblöcke ersetzen?

    Weisweiler hat übrigens auch Vorschaltgasturbinen die den Wirkungsgrad deutlich steigern können, wenn der Betrieb wirtschaftlich ist!

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Herr Lamers,
      ich glaube nicht, dass die Kohlekommission sehr progressive Entscheidungen treffen wird, hat sie doch trotz aller Beteiligung von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen den Schwerpunkt Beschäftigung und Strukturwandel. Einen schnellen Strukturwandel erwarte ich von dieser Kommission nicht und die Unternehmens- und Beschäftigteninteressen werden dort so stark vertreten, dass sie kaum von den wenigen stimmen aus der Klimaschutzbewegung überstimmt werden können.
      2030 als Abschaltdatum für Weisweiler ist kein Zugeständnis oder Kompromiss, kein Entgegenkommen in irgendeiner Weise. Dieses Datum ist schon verdammt lange festgelegt, weil danach einfach keine Kohle mehr im Tagebau Inden zu holen ist. Ein Kompromiss zwecks Emissionssenkung sähe für mich anders aus, da müsste deutlich früher aufgehört werden, in diesem Uraltkraftwerk Kohle zu verbrennen. Da hilft auch Transparenz und Online-Überwachung nicht.
      Es mag sein, dass die deutschen Kraftwerke im Durchschnitt noch besser sind als die in manchen anderen Ländern, aber das ist kein Argument. Jedes Land muss vor der eigenen Haustür kehren und da anfangen, wo es eben selbst Einfluss hat. Dreckige polnische oder tschechische Kohlekraftwerke können wir von hier aus nicht abschalten, genauso wenig wie ein Herr Etschenberg oder Laschet das AKW Tihange hinter der belgischen Grenze abschalten kann, egal, was für große Töne sie spucken. Aber wo wir selbst etwas tun können, müssen wir das tun, sonst verlieren wir noch schneller unsere Vorbildfunktion und ruhen uns nur darauf aus, dass es ja noch Schlimmere gibt als uns.
      Sie fragen, welche Anlagen fast sofort die Braun- und Steinkohlekraftwerke ersetzen sollen. Das ist einfach: Wind und Sonne in dezentraler Form, mit dem natürlich auch nicht gerade tollen Gas als Brückentechnologie und der vorrangig betriebenen Weiterentwicklung von Speichertechnik. Deshalb ja nur fast sofort und nicht ganz sofort – überstürzen können wir natürlich nichts, aber bremsen lassen dürfen wir uns genauso wenig.
      Sie nehmen Bezug auf Aufrufe zum zivilen Ungehorsam gegen Braunkohleinfrastruktur, wie z.B. Ende Gelände oder auch andere Gruppen sie machen und wie ich sie hier schon oft ausdrücklich unterstützt habe. Ja, ich halte zivilen, friedlichen Ungehorsam für absolut legitim und für ein wichtiges Ausdrucksmittel in einer Demokratie. Keine Menschen dürfen geschädigt oder in Gefahr gebracht werden, am Besten sollten auch keine dauerhaften Schäden an Gegenständen entstehen. Daran hält sich Ende Gelände, daran halten sich auch die allermeisten Waldschützer*innen. Ohne das Engagement dieser Menschen wäre das ganze Thema nie so groß ins öffentliche Bewusstsein getreten und die Diskussion wäre nicht so deutlich und offen geführt worden. Politische Entwicklungen kann mensch oft nur mit extremen Mitteln anstoßen und Menschen zeigen auf diese Weise nur, wie existenziell und wichtig ein Thema für sie ist und für alle sein sollte.
      viele Grüße
      Lea Heuser

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      1. Jochen Lamers sagt:

        Sehr geehrte Frau Heuser
        Wir werden bei einer zeitnahen Abschaltung bei Engpässen auf eben diee Kraftwerke in angrenzenden Ländern angewiesen sein, wollen Sie das wirklich? Dies wird auch spätestens 2023 Fakt.
        Stand heute ist das Speichern der tatsächlich benötigten Energie immer noch nicht gelöst. Und ja es wird auch viel zu wenig Geld in eben diese dringend benötigte Forschung und Entwicklung einer Speicherung investiert !

        Zur Kommission:
        Ich entnehme ihrem Kommentar, dass Sie jetzt schon, die noch nicht vorhanden Ergebnisse in Frage stellen!

        Ihre Haltung zum Verstoß gegen unsere Gesetze wird aus meiner Sicht nicht besser, in dem es mit Unschreibungen verniedlicht wird.

        Der Besuch des Pontifikalamtes war aus ihrer Sicht geschmacklos aber auch legal.
        Das ist für mich ein oder besser der wichtigste Unterschied!

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      2. All English Matters sagt:

        „Wir werden bei einer zeitnahen Abschaltung bei Engpässen auf eben diee Kraftwerke in angrenzenden Ländern angewiesen sein, wollen Sie das wirklich? Dies wird auch spätestens 2023 Fakt.“
        Lieber Herr Lamers,
        Ich würde mir sehr wünschen, dass Sie einige Referenzen für Ihre Ansprüche sehen. Es scheint, dass Ihre persönliche Meinung oder vielleicht einfach die von RWE einfach zum finanziellen Vorteil des Unternehmens ist?
        Tatsache ist, dass die Braunkohle ein Klimakiller ist, dessen Verbrennung gestoppt werden muss, wenn wir das restliche Klima genießen wollen, bevor es zusammenbricht.
        Sie können über Energiespeicherung und schmutzige Nachbarn sprechen, so viel Sie wollen, aber Sie sprechen nicht das Kernbedürfnis an, die Emissionen schnell zu reduzieren.
        Für die Kohlekommission ist es angesichts ihres Aufgabenbereichs selbstverständlich, dass sie einen Kompromiss zwischen finanziellen Interessen und Klimaschutz anbieten werden. In der Politik ist es ähnlich, aber im Falle des Klimas macht es keine Kompromisse. Die Lebensgrundlagen auf der Erde sind bedroht. 60% aller Tiere sind seit 1960 verschwunden, während Insekten seit den 1970er Jahren einen Rückgang von 75% zu verzeichnen haben.
        Schließlich sehe ich, dass Sie Ihr Handeln im Aachener Dom noch rechtfertigen müssen. Geschmacklos, aber legal werden die Öffentlichkeit nicht überzeugen. Tatsächlich war und bleibt es eine PR-Katastrophe auf der Seite von RWE. Weiter so! Ist kleine gute Strategie.
        Wenn Sie jedoch darauf bestehen, Ihre Zeit mit der Verteidigung von RWE zu verbringen, kann ich nur davon ausgehen, dass Sie diese Aufgabe von Ihrem Management erhalten haben. Vielleicht könnten Sie ihnen mitteilen, dass ihr nächster PR-Stunt die öffentliche Meinung endlich gegen Sie stellen könnte.
        MfG

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      3. kommunikatz sagt:

        Hallo Herr Lamers,

        woher kommt die Jahreszahl 2023 für die Abhängigkeit von Stromimporten?
        Meine Quellen sagen, dass ein Erreichen der Klimaziele 2020 ohne große
        Anstrengungen möglich ist, ohne die Versorgungssicherheit auch nur
        ansatzweise zu gefährden:
        https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/fraunhofer-studie-deutschland-kann-klimaziel-2020-erreichen
        Hier ein Zitat aus der Pressemitteilung:
        „Die Studie nennt Namen und Standorte von 14 Braunkohle-Blöcken, die bis
        2020 stillgelegt werden können. Mit 6,1 Gigawatt entspricht dies weniger
        als einem Sechstel der deutschen Kohlekraftwerks-Kapazität.“

        Und hier steht, warum ein vollständiger Ausstieg bis 2035 nichteinmal
        den Profiten schaden muss:
        https://www.prognos.com/publikationen/alle-publikationen/674/show/0f1cc4a4229470b3d33004ae86d57051/

        Mit dem Forschungs- und Investitionsbedarf in Speichertechnik haben Sie
        Recht, da ist noch etwas Anstrengung nötig. Aber auch durch dezentralere
        Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen kann eine größere Sicherheit
        erreicht werden Рund nicht zuletzt k̦nnen die Menschen auch mal ihren
        Lebensstil hinterfragen und zu Zeiten, wo es nicht viel Strom gibt,
        einfach weniger Strom verbrauchen. Klar, für die Großindustrie ist das
        eine gewisse Herausforderung, aber Lösungen gäbe es auch hier, wenn
        große Industrieanlagen nachhaltiger arbeiten und z.B. selbsterzeugte
        Wärme nutzen, Strom gewinnen oder sich untereinander vernetzen würden.
        Hierzu hatte ich letzthin eine gute Quelle, die ich jedoch leider jetzt
        nicht wiederfinde. Ich hoffe auf AllEnglishMatters.

        Die Ergebnisse der Kohlekommission stelle ich nicht in Frage, ich
        erwarte bloß nicht besonders viel davon, da eben die wirtschaftsnahen
        Kommissionsmitglieder sicherlich ihren Einfluss nutzen werden.

        Und zum zivilen Ungehorsam: Ich habe allemal lieber eine harmlose,
        friedliche, witzige und aufrüttelnde Protestform, die niemandem wehtut
        aber gegen irgendein unsinniges Gesetz verstößt als eine übergriffige,
        die Gefühle von Menschen verletzende, beleidigende aber legale Aktion.

        viele Grüße
        Lea Heuser

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  11. Jochen Lamers sagt:

    @english
    Wie ich schon sagte, stehen uns allen die selben Informationsquellen zur Verfügung! Ich sehe z.B auf Angora Energiewende oder beim frauenhofer was an Strom benötigt wird und wie sowie wo dieser erzeugt wird, dann ziehe ich die Kernraft ab, ebenso die Braunkohle und schon sehe ich was los ist!
    Wir kennen ziemlich genau den Strombedarf. Weiterhin, das wissen Sie auch, arbeiten die Strommärkte bis 36 Monate in die Zukunft.
    Natürlich habe ich eine Meinung, meine Meinung Basiert auf Fakten auf die auch Sie Zugriff haben. So ist das in einer fachlich geführten Diskussion! Das Thema ist hoch komplex, mit schwarz weiß Malerei werden wir das Klima nicht retten, nur mit Kompromissbereitschaft und Konsens bei den Zielen.
    Mit ideologischen mantraartigen Wiederholungen von Floskeln überzeugen Sie mich auch nicht!
    Die Geschichte hat oft genug bewiesen was passiert, wenn Menschen bedingungslos einer Idelogie folgen. Mir ist da kein positives Beispiel mit guten Ende bekannt.
    Alle großen Konflikte in der Geschichte der Menschheit wurden am Ende nur mit Vernunft und Dialog beendet!
    Ich beende hiermit meine Kommentierung mit Ihnen.
    Da hoffe ich auf bessere und aus meiner Sicht sachlichere Dialoge.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

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    1. All English Matters sagt:

      „Hiermit beende ich meinen Kommentar mit dir.“

      Herr Lamers,
      das ist eine Schande, denn ich dachte, Sie wollten einen Dialog. Wie ich bereits sagte, macht das Klima keine Kompromisse. Sie reagiert nur auf Faktoren wie den Strahlungsantrieb durch Treibhausgase u.A bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe.

      Ich stelle auch fest, dass Sie nicht bestritten haben, dass Sie aktiv im Namen von RWE kommentieren. Jeder bisherige Versuch eines Dialogs hat zu der Art von Kommentar geführt, den Sie gerade veröffentlicht haben – faktenfrei und voller Unsinnargumente. Wissenschaft ist nicht ideologisch, sie basiert auf Fakten.

      Ich schlage vor, dass wir uns auf einige grundlegende Fakten einigen, wenn Sie in Zukunft die Themen persönlich diskutieren wollen. Andernfalls verschwenden Sie nur die Zeit von jedem.

      MfG

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  12. Jochen Lamers sagt:

    Sehr geehrte Frau Häuser
    Auch Ihre Quellen sind mir natürlich bekannt!
    Leider sind noch nicht alle Probleme gelöst! Diese waren auch nicht Gegenstand der Untersuchung, dass habe ich darin selber gelesen!
    Schwachpunkt ist, insbesondere nach 2030, das sechste Strategieelement!
    Bei Windflauten und ohne Sonne Kollabiert das System.
    Und dann importieren wir aus den Nachbarländern, die natürlich Ihre fossilen Kapazität und Kerntechnologisch basierten Anlagen bis dahin ausgebaut haben, vermutlich mit deutschen Finanzierungen!
    Es ist leider nicht so einfach wie dargestellt.
    Ich wünschte auch das es anders wäre!
    Und über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten (-:

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Herr Lamers,
      erstmal sorry wegen meiner kaputten Umlaute. Wenn ich per E-Mail auf
      Kommentare antworte, geht irgendwas mit dem Zeichensatz schief und ich
      komme nicht immer dazu, das nachträglich zu korrigieren.
      Jetzt zum Thema Stromimporte im Fall von Dunkelflauten: Unsere
      Nachbarländer haben, genau wie Deutschland, das Pariser Klimaabkommen
      unterzeichnet. Auch dort müssen also massive Anstrengungen unternommen
      werden, Emissionen zu reduzieren. So sehr wir vor unserer eigenen
      Haustür kehren müssen, so wenig können wir es vor den Türen der
      Nachbar*innen tun. Wenn jedes Land seine eigenen Klimaziele erreicht,
      kommen wir vermutlich am weitesten – wenn jedes Land aus Angst vor
      Importen dreckigen Stroms selbst an dreckigem Strom festhält, ist
      letztlich niemandem geholfen.
      viele Grüße
      Lea Heuser

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  13. Jochen Lamers sagt:

    Sehr geehrter Frau Häuser,
    Ich Habenichts wohl nicht klar ausgedrückt, die WWF Veröffentlichung sichert nach meiner Lesart in dieser Studie mit Stromimporten ab.
    Das wird dann wohl irgendwo herkommen, vermutlich aus Frankreich? Also klimaneutral aber nuklear?
    Mit freundlichen Grüßen
    J L

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Herr Lamers,
      klar muss irgendwoher eine Absicherung kommen, aber so, wie ich mir die
      Grafik habe beschreiben lassen (ich bin blind, wie Sie evtl. gelesen
      haben), ist der zu diesem Zweck importierte Anteil des Stroms
      verschwindend klein. Natürlich ist französischer Atomstrom auch nicht
      das, was wir langfristig wollen, aber wie gesagt, Jede*r kehre vor
      seiner oder ihrer eigenen Haustür. Wir können nur das in Ordnung
      bringen, worauf wir Einfluss haben.
      Ich glaube, damit dreht sich die Diskussion nun schon widerholt im Kreis
      und wird ein bisschen sinnfrei.
      viele Grüße
      Lea Heuser

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  14. Jochen Lamers sagt:

    Wir drehen uns im Kreis, ja aber das macht mir nichts,
    In 2035 sind es ca 50 TWH und 2050 ca 100 TWH netto Import
    Dazwischen nichts, der extreme Anstieg an Strombedarf hängt wohl mit der erwarteten Elektromobilität zusammen.
    Mit freundlichen Grüßen
    J Lamers

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  15. Jochen Lamers sagt:

    Sehr geehrte Frau Heuser,

    Schade was ich da von ihrem Partner Gary auf Twitter lese.

    Nicht die Kämpfe, die wir verlieren, sondern die Kämpfe die wir gar nicht führen sind unsere Niederlage.

    Ich bin raus

    JL

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Herr Lamers,
      das ist schade, denn nur wegen eines unbedachten und wieder gelöschten
      Tweets eine Debatte abzubrechen, beendet den Dialog, den Sie selbst sich
      gewünscht haben, ohne Ergebnis – zumal ich für diesen Tweet nichts kann
      bzw. sogar deutlich dagegen war.
      viele Grüße
      Lea Heuser

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    2. All English Matters sagt:

      Herr Lamers,
      es scheint mir offensichtlich, dass Sie sich doch nie für den Dialog interessiert haben. Wenn Sie mit Fakten konfrontiert wurden, haben Sie mit Unsinn geantwortet oder ablenkende Fragen gestellt.
      Wo es keine Hoffnung auf einen Dialog gibt, gibt es auch keine Chance auf eine Einigung. RWE wird den Konflikt weiter eskalieren, seinen Mitarbeitern mit Entlassungen drohen und sie bewusst gegen jeden aufwiegeln, der sich für die Energiewende in Deutschland einsetzt.

      Es gibt keinen Zweifel, dass RWE moralisch bankrott ist. Der Konzern hat einen Kurs der Aggression und Konfrontation eingeschlagen. Wenn RWE wirklich an Themen wie Energiesicherheit interessiert wäre, hätte das Unternehmen in saubere Energie investiert, aber das hat es bewusst nicht getan. Nicht umsonst gibt es keine PV-Anlagen in den neuen Siedlungen: Saubere Energie ist im Umsiedlungsvertrag verboten.

      Also, RWE, wenn Ihr auf Eurem Weg der Verdammnis weitergeht, müsst Ihr mit wachsendem Widerstand von immer mehr Menschen rechnen. Die Tagebaue werden stillgelegt, und leider wird RWE bankrott gehen und ein giftiges Erbe für alle Steuerzahler hinterlassen. Niemand wird dem
      Konzern dafür danken, vor allem nicht die Arbeitnehmer, die seit Jahrzehnten instrumentalisiert werden. Warum sie loyal bleiben, ist mir ein Rätsel. RWE kümmert sich nicht um sie. Profit ist ihre einzige Sorge und zur Hölle mit dem Leben auf diesem Planeten.

      MfG.

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  16. Blinde Tomate sagt:

    Bei aller berechtigter Kritik bezüglich Klimaschutz:
    Was wird aus den Kohle-Kumpels, die Männer haben ebenfalls berechtigte Sorgen. Denn die Kumpels rennen geradewegs in die Arbeitslosigkeit und den sozialen Abstieg.
    Aus meiner Sicht fand ich es in Ordnung, dass vor dem Dom demonstriert wurde. Denn wir müssen die Lebenden vor dem Elend schützen und können dennoch an die Toten denken, deren Ruhe dadurch nicht gestört wurde.

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    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Tomate,
      Arbeitnehmer*innen-Interessen in allen Ehren, aber 2030, wenn der Kohleausstieg ernsthafte Formen annehmen sollte, sind wegen der ungewöhnlichen Altersstruktur unter den RWE-Mitarbeitenden 2/3 der heute dort beschäftigten Menschen bereits in Rente. Für das verbleibende Drittel wird es selbst nach einem Ausstieg mit Rückbau und Renaturierung jede Menge Arbeit geben und diese Leute finden dann auch im aufstrebenden Bereich der Erneuerbaren Energien sehr leicht neue Jobs. Das Problem der Massenarbeitslosigkeit durch den Kohleausstieg existiert einfach nicht, auch wenn mensch es immer wieder beschwört. RWE hat durch seine Unternehmenspolitik in der Vergangenheit viel mehr Arbeitsplätze vernichtet und Leute auf die Straße gesetzt, als der Kohleausstieg es tun wird.
      viele Grüße
      Lea

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      1. Jochen Lamers sagt:

        Hallo an beide,
        Wie hier schon erklärt, und nie richtig wiedergegeben (auch mit im WDR) Hintergrund unserer Aktion war nicht die Angst des Arbeitplatzverlustes, sondern die aus unserer Sicht skandalöse Stellungnahme des Diözesanrates des Bistum Aachen zum Hambacher Forst und der Energiewende.
        Wir sind für die Energiewende mit Sinn und Verstand, und wir sind auch ein Teil der Energiewende. dazu gehört der sehr schnelle Netzausbau, außerdem werden wir „die Böse Energie“ als einzige unsere CO2 Ziele von Paris für 2020 mit 40% übererfüllen!
        In 2017 wurden 30 km von den rund 7000 notwendigen km NordSüd Netzen gebaut. Ich würde den Ausbau der Regenerativen an den Rückbau der CO2 starken fossilen koppeln! Dann helfen die Hambach-Aktivisten evtl durch Aktionen die Netzgegner zu überzeugen, aber bitte ohne deren Häuser zu stürmen oder deren Autos anzuzünden.
        Gruß
        JL

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      2. kommunikatz sagt:

        Hallo Herr Lamers,
        hmm, die einzigen angezündeten Autos, von denen ich weiß, gehörten
        Unterstützer*innen der Baumschützer*innen und nicht RWE-Mitarbeitenden.
        Da kam die Gewalt also eher aus Richtung der Kohlebefürworter*innen als
        von Seiten des Klimaschutzes. Und von gestürmten Häusern weiß ich auch
        nichts, nur von Besetzungen bereits leerstehender Häuser in Manheim und
        von einer Demo aus RWE-Mitarbeitenden und IGBCE-Gewerkschafter*innen,
        die Minuten lang unmittelbar vor dem Haus von Kohlekommissionsmitglied
        Antje Grothus Lärm gemacht und an Fenster geklopft haben.
        So viel nur zu der Wahl Ihrer Beispiele. Ansonsten glaube ich Ihnen gern
        und deskutiere auch weiter, wenn ich dazu komme.
        viele Grüße
        Lea Heuser

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