Die Fliegenklappe

Eine Katzenklappe kennt fast Jede*r, aber habt Ihr schonmal von einer Fliegenklappe gehört? Klappe, nicht Klatsche! Der Zweck ist dem einer Katzenklappe sehr ähnlich, allerdings funktioniert eine Fliegenklappe nur in einer Richtung: Von innen nach außen. Und natürlich ist diese Einrichtung nicht nur für Fliegen sondern auch für alle anderen Insekten da.

Ins Haus kommen die Insekten ja immer irgendwie, nur den Weg nach draußen finden die schusseligen Tierchen seltenst aus eigener Kraft. Als letzthin mal wieder einige dicke Schmeißfliegen von innen gegen unser großes Wohnzimmerfenster bongelten, kam uns die Idee der Fliegenklappe. Das ist eine kleine Vorrichtung, die sich in den Fensterrahmen oder den Rand der Scheibe einbauen lässt. Sie fungiert als Einweg-Drehtür. Im Raum unerwünschte Insekten werden beispielsweise durch einen Duft angelockt und setzen sich auf eine kleine Plattform. Durch das landende Insekt wird der Drehmechanismus ausgelöst, so dass das auf der Plattform sitzende Insekt auf die Außenseite des Fensters befördert wird. Außen angekommen wird es durch einen kleinen Luftstoß oder Schubs zum Wegfliegen motiviert, bevor die Plattform sich wieder nach innen dreht.

Während das Insekt auf der Plattform sitzt, sind diverse Zusatzfunktionen vorstellbar. Das Insekt kann z.B. mit einer kleinen Kamera abfotographiert, identifiziert und gezählt werden. Es könnte auch markiert werden, um beispielsweise zu überwachen, ob sich dasselbe Insekt mehrmals ins Haus verirrt oder um seine Aktivitäten zu verfolgen. In Zeiten des Insektensterbens und der wachsenden Schutzwürdigkeit kann das sinnvoll sein.

Den Strom für den Minicomputer mit allen möglichen Sensoren, den kleinen Motor für die Drehung und die Starthilfe zum Verlassen der Plattform sowie z.B. eine Kamera kann problemlos ein kleines Solarmodul mit Batterie liefern. Natürlich wäre das Quasi-Loch im Fenster eine Lücke in der Wärmedämmung, allerdings wäre diese Lücke winzig und ließe sich in der kalten Jahreszeit, wenn ohnehin keine Insekten unterwegs sind, leicht mit einer Art Deckel abdichten. Denkbar wäre, dass irgendwann in jedem Fensterrahmen schon ab Werk eine Fliegenklappe integriert würde – niemand müsste mehr Fliegen und Mücken erschlagen, in tödliche Fallen locken oder sich alberne Perlenvorhänge oder nervige Gitternetze vor die Türen und Fenster hängen. Niemand würde mehr von ständigem Summen und Sirren genervt, nachts um den Schlaf gebracht oder zerstochen.

Meldet Euch unbedingt, wenn Ihr Lust habt, mit uns oder für Euch alleine einen Prototypen zu bauen! Die Fliegenklappe könnte eine echte Marktlücke sein und als Open-Source-Idee lässt sie sich leicht mit einem Arduino und anderem handelsüblichen Bastelkram umsetzen. Wir werden es versuchen, wenn unsere Baustelle uns nicht mehr ganz so sehr in Atem hält.

 

PS: Und hier gehts zur englischen Version.

2 Gedanken zu “Die Fliegenklappe

    1. kommunikatz sagt:

      Hallo Tobias, ja, mit den Duftstoffen hast Du natürlich Recht, da wird jede Insektenart auf irgendwas anderes abfahren und dementsprechend vielfältig muss entweder der Output der allgemeinen Insektenklappe sein oder es gäbe spezialisierte Fliegenklappen, Mückenklappen, Wespenklappen etc. – Beides wäre ziemlich aufwändig. Die Idee ist auf jeden Fall noch nicht vollständig durchdacht 😉 Insofern bin ich gespannt, welche Gedanken Du beizusteuern hast. Wenn es um die technische Umsetzung geht, bin ich allerdings leider eh nicht die Expertin, da muss und möchte er hier ran: http://allenglishmatters.wordpress.com/

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