Mut zum Cat-Content! – Die Namensgeschichte der Kommunikatz

Kommunikatz ist der Name meines Einpersonenunternehmens, meines Blogs und meines Twitter-Accounts. So weit ich weiß, bin ich bisher die einzige und wahre Kommunikatz. Der Name gehört mir aber nicht und ich hätte kein Problem damit, wenn irgendwer irgendwo auf der Welt ihn ebenfalls verwenden würde, solange mensch die verschiedenen Kommunikatzen auseinanderhalten kann. Eigentlich ist der Name genauso Creative Commons Content wie die Texte, die ich unter ihm veröffentliche.

Es wäre auch ein Stück weit vermessen, wenn ich Besitzansprüche darauf erheben würde: Der Name ist schließlich nicht auf meinem Mist gewachsen sondern war die Idee eines Bekannten. Seine Erfindung der original Kommunikatz liegt schätzungsweise knapp 10 Jahre zurück. Ich verwende den Namen erst seit etwa zwei Jahren. Dass ich mich Anfang 2016 in meinem Prozess der Namenssuche noch an dieses Wort erinnerte, war ein großer Glücksfall – nicht nur, weil es besser klingt als Kommunihund, wie irgendwer, der mich als Hundemensch kennenlernte, mal zu mir sagte :o)

Die Kommunikatz wurde in einem Arbeitskreis des Aachener Friedenspreises geboren. Ein Mitglied des Arbeitskreises fotographierte leidenschaftlich und schickte gelegentlich ausgesuchte Fotos mit Sinnsprüchen über den Mailverteiler des AKs. Eigentlich war das in einem der Arbeit und dem inhaltlichen Austausch dienenden Verteiler nicht erwünscht, aber er war immer konstruktiv und verband seine riesigen, postfächerverstopfenden Bilddateien meist mit so treffenden Botschaften, dass niemand ihm böse war. In diesem Arbeitskreis gab es nun irgendeine Debatte und darin irgendein Kommunikationsproblem – ich kriege beim besten Willen nicht mehr zusammen, worum es ging oder was schieflief, leider habe ich wegen eines Rechnercrashs keine e-Mails mehr aus dieser Zeit. Mein Bekannter nahm den Konflikt allerdings zum Anlass, ein Foto seiner Katze an alle AK-Mitglieder zu verschicken, lediglich garniert mit der Textzeile „Achtet auf die Kommunikatz!“

Damals wie heute lieb(t)e ich Katzen. Außerdem steckte ich mitten in meinem Studium der Kommunikationswissenschaft und mich faszinierte alles, was irgendwie mit Kommunikation zu tun hatte. Kommunikatz als Wortspiel setzte sich dementsprechend unauslöschlich in meinem Hinterkopf fest. Ich fand das Wort so großartig, dass ich es über Jahre hinweg nicht vergaß, obwohl ich lange keine direkte Verwendung dafür hatte. Die Kommunikatz als freundliches, unterstützendes, wertschätzendes und aufmerksames Tier, dessen einzige Aufgabe es ist, die tollpatschigen Menschen bei ihrer Verständigung im Auge zu behalten und bei Bedarf hilfreich einzugreifen, gefiel mir ausgesprochen gut. Aber auch als Personifizierung der Kommunikation selbst fand ich die Idee einer Katze sehr treffend. Auf sie zu achten, sie zu pflegen und sich aufmerksam um sie zu kümmern, damit es ihr gut geht und sie ein zufriedenes, freies Katzenleben ohne Krankheiten, Verletzungen und andere Katastrophen führen kann, ergab für mein Kommunikationsverständnis ebenfalls Sinn.

Wet_PussyAls ich vor gut zwei Jahren beschloss, ins kalte Wasser zu springen und mich als Kommunikationsdienstleisterin selbstständig zu machen, fiel mir das schöne Wortspiel schnell wieder ein. Ich fand es als Name für ein ernsthaftes Unternehmen aber viel zu albern und behielt den Gedanken zunächst für mich. Nachdem mir aber Tage lang nichts Besseres einfiel, erzählte ich meinem Partner die Idee inklusive der dazugehörigen Geschichte. Sofort lief, wie bei uns üblich, in unseren Köpfen ein gemeinsamer Film ab: Eine Webseite mit Katzenbildern, eine verspielte und liebenswerte Lizenz zur Kreativität, der Mut zur Unernsthaftigkeit, obwohl mensch mit ernsthaften Dingen sein Geld verdient. Diese Kombination war eigentlich genau das, was ich wollte. Albernheit als Alleinstellungsmerkmal fand ich toll, also war der Name gebongt und die WordPress-Seite schnell registriert.

Bisher hat mir trotz mancher Unkenrufe weder der tierische Name (danke, Jayjay!) noch das verspielte Logo (danke, Sarah!) noch meine schräge Themenauswahl im Blog (danke, Welt!) jemals spürbar geschadet. Ich bin froh über mein virtuelles Haustier bzw. alter Ego. Es bringt mich immer wieder auf neue Ideen rund um das Konzept der Kommunikation und eröffnet eine wahre Spielwiese für Perspektiven, Ideen und Interpretationen. Wem das alles zu unseriös ist, die oder der muss mich nicht beauftragen. Viele zufriedene Kund*innen bestätigen aber gern, dass ich durchaus seriös sein kann, wenn es darauf ankommt.

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