Liebster Award – ein Riesen-Sorry an „Life as Julia“!

Schon am 14.08.2016 wurde ich von einer spannenden Bloggerin für den „Liebster Award“ nominiert. Nunja, ich verfolge offensichtlich die Blogwelt zu wenig und habe das gerade erst per Zufall gemerkt. Daher geht erstmal ein Megasorry an Nihaojulia und natürlich beantworte ich mit einer fetten Verspätung von mehr als 15 Monaten jetzt trotzdem noch die mir zugedachten Fragen 🙂

1. Welcher Gegenstand befindet sich gerade links von dir?

Ein ganzer Haufen Zeugs bestehend u.a. aus einer Rolle Küchenpapier, ein paar Ende-Gelände-Aufklebern, ein paar Kabeln, einem Brief meiner Krankenkasse, einem Leuchthalsband und einem Seil, aus dem ich eine neue Hundeleine spleißen will.

2. Was war dein Traumberuf als du noch ein Kind warst?

Sängerin. Aber ich bin unheimlich schlecht im Auswändiglernen von Texten, sogar, wenn ich sie selbst geschrieben habe. Deshalb habe ich von der Idee sehr früh wieder Abstand genommen, bis auf ein bisschen Chorgesang vor vielen Jahren. Danach wollte ich, glaube ich, Schriftstellerin werden. Aber ich bin zu sehr in der Realität verhaftet. Fiktion ist nicht mein Ding und ich finde das echte Leben viel spannender als ausgedachte Geschichten. Die besten Stories schreibt die Realität – ich helfe nur beim Aufschreiben.

3. Ebook oder Papierbuch?

Peinlicherweise weder noch. Papierbücher muss ich einscannen, um sie lesen zu können – dazu bin ich in den letzten Jahren meist zu faul und die Technik wirft immer irgendwelche Knüppel zwischen meine Füße. Ebooks sind aber auch oft nicht wirklich barrierefrei und ich müsste mir viel mehr Zeit nehmen, um damit mal so richtig zurechtzukommen.

4. Was war dein Lieblings- und Hassfach in der Schule?

Lieblingsfach war eindeutig Deutsch, weil ich immer schon einen Hang zu Sprache und Text hatte. Hassfächer gab es verschiedene, was retrospektiv betrachtet fast immer mit der Barrierefreiheit des Stoffs zu tun hatte. Ich war als einzige blinde Schülerin in einer Regelschulklasse und die Bemühungen meiner Lehrer*innen, mir ihre Fächer zugänglich zu machen, unterschieden sich sehr stark.

5. Dein Lieblingsrezept für eine schnelle („Ich-hab-kein-Bock-zu-kochen-aber-will-kein-Schrott-essen“) Mahlzeit? (Tiefkühlpizza zählt nicht)

Ich bin so faul geworden, was kochen anbelangt – so läufts, wenn mensch einen Partner hat, der ständig leckeres Mampf aus dem Hut zaubert. Wenn ich mich selbst versorge, läuft es auf Brot mit irgendwas oder eine Gemüsepfanne hinaus.

6. Planst du deine Artikel für deinen Blog schon auf Wochen voraus oder schreibst du die Artikel spontan?

Das ist unterschiedlich. Manche Sachen fließen einfach spontan aus mir heraus, andere entwickeln sich langsam und erfordern manchmal auch eine gewisse Planung. Nun veröffentliche ich aber auch verschiedene Textgattungen von Gedanken über Berichte bis zu Pressemitteilungen, die eher eine Art Arbeitsproben für meine berufliche Webpräsenz sind. Ich gehöre aber wohl eher zu den Spontis unter den Blogger*innen.

7. Für was hättest du gerne mehr Zeit?

Musik machen. Ich habe vor beinahe 18 Jahren meine bis dahin sehr aktive Musikmacherei zu Gunsten meines Studiums und diverser anderer Interessen an den Nagel gehängt. Jetzt versuche ich mich seit einiger Zeit wieder an verschiedenen Instrumenten, aber ich bin dermaßen aus der Übung und mir fehlt so Vieles, was sich durch kontinuierliches Üben mit der Zeit aufgebaut hätte, dass ich das nicht mehr aufholen kann. Aber zumindest für das, was gehen würde, müsste ich mir viel mehr Zeit nehmen.

8. Mit welchem Prominenten (tot oder lebendig) würdest du gerne zu Abend essen?

Uff, da gibt es so Viele, dass mir kein einzelner Name einfällt bzw. dass ich mich auf keine Person festlegen kann. Es wäre auf jeden Fall eine Person, von der ich viel erfahren und lernen will. Mit beispielsweise Margarete Stokowski wäre es bestimmt ein supernetter Abend, aber wir wären uns viel zu einig 🙂

9. Wohin willst du unbedingt mal reisen?

Ich habe kein Traumreiseziel. Die spannendsten Dinge passieren, wenn mensch sie nicht erwartet. Also sind auch die Orte am spannendsten, deren Besuch mensch nicht von langer Hand geplant oder inszeniert hat. Es kann überall faszinierend schön sein, Spontanität und Offenheit vorausgesetzt. Weit reisen kann und will ich eh nicht, da ich mir schon vor langer Zeit geschworen habe, nicht mehr zu fliegen. Die klimazerstörerischen Auswirkungen halten mich davon ab und ich habe diese Entscheidung in den letzten fast schon 20 Jahren nie bereuht.

10. Was ist eines deiner Lieblingszitate?

Ich habe vor einigen Jahren aufgehört, aktiv Zitate zu sammeln. Hier sind die aus meinem Fundus von damals, zwischen denen ich mich gerade nicht entscheiden kann:

„Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!“ (Rosa Luxemburg)

„So gelangt man beim Philosophieren am Ende dahin, wo man nur noch einen unartikulierten Laut ausstoßen möchte.“ (Ludwig Wittgenstein)

„Jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt.“ (Kid Kopphausen)

„Tatsächlich ist das Wirkungsgeflecht einer Handlung unmöglich vorauszusagen. Die einzige Möglichkeit, die Wirkungen zu erfahren, besteht darin, die Handlung zu riskieren und sich überraschen zu lassen.“ (Friedemann Schulz von Thun)

„Utopien sind betretbare Länder.“ (Quelle unbekannt)

11. Chips oder Schokolade?

Chips, aber auch nur recht selten. Schokolade mag ich nur in noch viel selteneren Ausnahmefällen, worüber ich auch froh bin, weil gerade bei Schokolade eigentlich wenn überhaupt nur Fair Trade Produkte akzeptabel sind. Meine Zeit als Süßigkeitenmonster ist zum Glück vorbei. Wahrscheinlich hat mensch es in einer Stadt wie Aachen mit massenweise Süßkramindustrie allein wegen der Gerüche und der billigen Werksverkäufe zwangsläufig irgendwann satt.

 

PS: Ich habe keine Ahnung, wen ich nominieren könnte, deshalb bin ich fieserweise hier das Ende der Kette.

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