Entwicklungsgesellschaft Indeland versteht ihre Aufgabe nicht

verschwINDEMANNIn einer Pressemeldung vom 28.04.2017 distanziert sich die Entwicklungsgesellschaft Indeland von der Divest Aachen Protestaktion mit dem Indemann-Nachbau „VerschwINDEMANN“. In der Mitteilung behauptet Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft, Divest Aachen habe den Indemann aus dem Zusammenhang gerissen und ihm Forderungen unterstellt, die mit der Arbeit der Gesellschaft nicht vereinbar seien. Wenn dem so ist, zweifelt Divest Aachen an der Ausrichtung und den Zielen der Entwicklungsgesellschaft Indeland.

„Wenn, wie Bröker sagt, der Indemann ein Symbol für eine gute Zukunft ist, müssten unsere Forderungen eigentlich genau in seine Agenda passen“, stellt Lea Heuser, Sprecherin von Divest Aachen, fest. „Auch uns liegt der ökologische und ökonomische Strukturwandel am Herzen. Nur durch ein sofortiges Ende der Kohleverstromung und eine grundlegende Umorientierung der Region kann das 1,5°-Ziel des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden“. Bröker hatte der Initiative eine fragwürdige und einseitige Politisierung des Indemanns unterstellt. Er sei kein VerschwINDEMANN sondern ein FINDEMANN auf der Suche nach guten Lösungen für die Region. Genau das ist aber auch, was Divest Aachen fordert – Lösungen für die Region ohne Braunkohletagebau und -kraftwerke, also ohne RWE.

Divest Aachen hält Klimaschutz nicht für ein partikulares Einzelinteresse sondern für eine unumgängliche Menschenpflicht. „Die von Bröker beschworene Raumentwicklung muss weniger behutsam stattfinden. Wir brauchen radikale Veränderungen und eine rasche Konversion des gesamten Rheinischen Reviers“, sagt Heuser. So begrüßt die Initiative z.B. den Bau des Indeland-Windparks und fordert viel mehr Einsatz für erneuerbare Energien in der Region. Viele der Maßnahmen der Entwicklungsgesellschaft sind aus Sicht der Initiative jedoch  tatsächlich höchst zweifelhaft. So sei z.B. die Flutung des gesamten Restlochs des Tagebaus vollkommen unrealistisch und kontraproduktiv, da sich hier nie ein natürlicher, lebendiger See bilden werde.

Divest Aachen hatte am 27.04.2017 mit dem VerschwINDEMANN vor der RWE-Hauptversammlung in Essen demonstriert. Der VerschwINDEMANN zeigt RWE den Stinkefinger und fordert den Konzern damit zum sofortigen Verschwinden auf. Aus Sicht der Initiative ist eine produktive Zusammenarbeit mit dem Energiedinosaurier RWE, wie die Entwicklungsgesellschaft Indeland sie verfolgt, unmöglich und nicht zielführend. Deshalb fordert die Initiative alle Aktionärinnen und Aktionäre des Konzerns zum Verkauf ihrer Aktien und der Beendigung jeglicher Unterstützung auf. „Wenn die Entwicklungsgesellschaft Indeland nach wie vor ernsthaft auf eine Zusammenarbeit mit RWE setzen und den Konzern damit grünwaschen will, darf sie sich nicht wundern, dass der Indemann die Seiten wechselt“, so Heuser abschließend.

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