Perfect waste of Time

Ich prokrastiniere gerne und viel. Das ist eigentlich ärgerlich, aber manchmal kommen schöne Dinge dabei heraus. Meine neueste Idee ist eigentlich eine sehr alte, aber in neuem Gewand.

 

Schon als Kind habe ich Schmuck gebastelt. Ich saß an der Quelle, denn in Aachen gab es bis vor wenigen Jahren einen sehr netten, kleinen Laden namens Farbenspiel, der so ziemlich alles verkaufte, was das Schmuckbastelherz in seinen kühnsten Träumen begehren konnte. Der Laden existiert leider nicht mehr, mir sind bunte Perlen aber ohnehin längst langweilig geworden. Getragen habe ich das ganze, bunte Blingbling eh selber kaum, nur das basteln und frickeln machte mir Spaß. So ließen sich außerdem immer leicht Dinge erzeugen, die ich verschenken konnte, um Anderen eine Freude zu machen.

 

Jetzt ist es – wer hätte das gedacht? – Piratenschmuck. Ich habe mit freundlicher Erlaubnis des Kapitäns diversen Kleinkram vom Boot mitgebracht und diverse Schatzkisten aus meinem und seinem Fundus durchwühlt. Zutage kamen unzählige Schlüssel, Schekel, Ringe, Gasleitungsverschraubungen, Anschlussstücke und ein ganzer Haufen namenloses Kleinmetall, dazu einige Schnüre und eine ganze Dose voller Ohrhaken, die ich zum Glück aus meinen früheren Bastelphasen aufgehoben habe. Ein paar Steine und Perlen gibt meine Bastelkiste auch noch her, aber momentan sind Schnüre und Draht schon zur Neige gegangen und neben mir türmt sich ein wirrer Berg von Halsketten und Ohrringen aus all dem Zeugs.

 

Die Sachen sind grob, robust und großteils recht schwer. Fast alles hatte irgendwann entweder Kontakt mit Schmierfett oder Staub. Oberflächenveränderungen durch Luft, Wasser oder Lackreste werden Teil der Kunst. Filigranes Glitzer-Blingbling sucht mensch vergebens, allerdings werden mir bestimmt auch noch Kombinationen mit Glitzeerkram einfallen, sobald ich neue Schnüre und vor allem Draht habe. Dennoch, es ist etwas für Leute, die Crossover und wilden Materialmix mögen – eindeutig eher Punk als Prinzessin, insofern endlich auch für mich selbst tragbar 😉

 

Hat hier irgendwer Interesse an sowas? Oder hat jemand zufällig Schnüre, Seile, Drahtreste oder interessante Objekte übrig, die sie oder er mir überlassen würde? Ich mache auch Auftragsarbeiten und verbastele Dinge, die Ihr mir schickt.

 

Einen Vorgeschmack meiner „Piratenkunst“ gibt es hier zu bewundern. Die Bilderserie wird ergänzt, sobald es mehr Dinge und mehr Zeit zum fotographieren gibt.

 

PS: Der Titel dieses Beitrags ist ein Zitat aus dem Lied „My sad Captains“ der von mir sehr geschätzten Band Elbow.

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